Erdbeeren selber ernten boomt - hier gibt es noch Erdbeeren in Haltern

hzErdbeeren in Haltern

Auch die Halterner pflücken derzeit fleißig Erdbeeren - sogar mehr als in den Vorjahren, berichtet Erdbeerfeldbesitzer Ferdinand Lülf. Wer noch Erdbeeren ernten möchte, sollte sich beeilen.

Haltern

, 20.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wochenlanger Sonnenschein, ab und an ein Schauer: Den Halterner Erdbeeren geht es richtig gut. Auch zum Pflücken war das Wetter ideal. An guten Tagen kommen rund 200 Menschen auf das Feld vom Erdbeer- und Spargelhof Heilers-Lülf an der Lavesumer Straße.

Während der Corona-Krise ist das Selberpflücken im Trend: Noch mehr Halterner als in den Vorjahren ernten selber. Frische Luft, mehr Freizeit durch die Corona-Krise, preisgünstige Erdbeeren: Es gibt viele Gründe fürs Selberernten. Wer jetzt noch pflücken möchte, sollte schnell sein: Die Selberpflück-Saison ist in ein bis zwei Wochen vorbei, prognostiziert Erdbeerfeld-Besitzer Ferdinand Lülf (62). Sein Erdbeerhof betreibt schon seit über zwei Jahrzehnten ein Feld in Lavesum.

Erdbeerfelder sind bald abgegrast

„Es wird natürlich weiterhin Erdbeeren zu kaufen geben, aber die Selbstpflück-Felder sind dann schon ziemlich abgegrast. Das gibt dann ein richtiges Gesuche und macht wenig Spaß. Deshalb schließen wir unsere Felder bald“, so Lülf. Die Erdbeeren seien aufgrund des guten Wetters nicht früher als sonst reif geworden - wohl aber schön süß. „Kleine Regenschauer sorgen dafür, dass die Erdbeeren knackig bleiben. Zur Geschmacksveränderung kommt es erst, wenn es lange dauerregnet“, erzählt der Erdbeer-Profi.

In diesem Jahr seien die Erdbeeren teurer geworden. „Das liegt vermutlich einerseits an fehlenden Erntehelfern, andererseits an Importproblemen. Wir passen unsere Preise an den Markt an“, so Lülf. Auch er habe in diesem Jahr weniger Erntehelfer auf seinen Feldern. Daher sei er froh, dass das Interesse am Selberpflücken so groß ist - auch wenn dabei einige Pflanzen beschädigt werden.

Erdbeeren ernten mit Sicherheitsabstand

„Eltern sollten aufpassen, dass die kleinen Stöppkes nicht auf die Pflanzen treten. Außerdem kommt es vor, dass die Selbstpflücker nur dicke Erdbeeren aussuchen oder nur Gleichgroße“, berichtet Lülf. Wenn die Pflanzen so ungleichmäßig abgeerntet würden, müssen die Erntehelfer am Ende die Pflanzen mühselig ganz genau absuchen.

Und wie schaut es mit den Sicherheitsabständen auf dem Erdbeerfeld aus, wenn der Andrang groß ist? Den Selbsterntern wird eine Reihe zugewiesen, in denen sie ernten dürfen. Zwischen den Parteien wird eine Reihe Platz gelassen, sodass sie sich nicht in die Quere kommen. „Bislang habe ich von niemandem gehört, der sich auf dem Feld beengt gefühlt hätte“, erzählt Lülf.

Die Halterner Erdbeerhöfe und -Felder im Überblick

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

  • Auf dem Hof Sebbel an der Westruper Str. 170 werden im Hofladen mittwochs bis sonntags von 9 bis 18.30 Uhr frische Erdbeeren verkauft. Außerdem steht Sebbel auf dem Halterner Wochenmarkt (Dienstag und Freitag von 8 bis 13 Uhr). Selbst pflücken ist auf dem Hof ebenfalls möglich.
  • Marita und Georg Bromenne haben ein Erdbeerfeld zum Selberpflücken an der Weseler Straße 645 in Lippramsdorf. Dort werden von 9 bis 18 Uhr auch gepflückte Erdbeeren angeboten.
  • Der Hof Heilers-Lülf aus Billerbeck hat mehrere Erdbeerfelder in der Region. Eines davon liegt an der Lavesumer Straße 315 in der Nähe von „Peters Bauernstube“. Dort kann man die ganze Woche lang von 9 bis 18 Uhr Erdbeeren selber pflücken.
  • Ebenfalls in Lavesum, in der Rekener Straße 10, liegt Enstrups Kartoffel- und Gemüsescheune. Dort gibt es neben Gemüse auch Obst und damit auch frisch gepflückte Erdbeeren. Der Hofladen hat die ganze Woche hindurch von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
  • In der Rekener Straße 117 befindet sich ein weiterer Erdbeerhändler: Der Hof Hagedorn hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Donnerstag ist Ruhetag.
  • Der Stockwieser Hofladen in der Blumenstraße 5 in Sythen hat von montags bis freitags von 9.30 -18.30 und samstags und sonntags von 8.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.
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