Erneut Vandalismus auf dem Friedhof Angehörige sind traurig und empört

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Friedhofsgärtner Werner Schröder auf dem Sixtus-Friedhof in Haltern am See.
Friedhofsgärtner Werner Schröder an einem der geschädigten Gräber. Ein zweiter Vogel wie der im Bild wurde aus der Verankerung gebrochen und gestohlen. © Antje Bücker
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Friedhofsgärtner Werner Schröder fielen im Oktober mehrere abgebrochene Bronzefiguren wie eine Bikerstatue, ein Vogel und eine Grabsteinbrücke auf. Er verständigte die Betroffenen. „So etwas passiert immer wieder mal. Falls es sich dabei um Dumme-Jungen-Streiche handelt, wissen die Täter offenbar nicht, was sie Angehörigen damit antun.“

Eingrenzen lassen sich die Tathergänge nur ungefähr. Willi Overkott schätzt den Diebstahl einer Vogelfigur auf dem Grab seiner Schwiegermutter auf den Zeitraum zwischen dem 16. und 22. Oktober.

Helga Wohlfahrt hingegen kann die Zerstörung des Grabsteines ihrer Eltern weniger genau datieren: „Es könnte Ende September gewesen sein. So genau kann ich es nicht sagen, da ich zwischenzeitlich nicht zum Friedhof kommen konnte.“ Dass die Verbindungsbrücke zwischen dem zweigeteilten Denkmal herausgebrochen und gestohlen wurde, ist ihr erst jetzt aufgefallen.

So sah die Brücke auf dem Elterngrab von Helga Wohlfahrt aus. Nun ist sie fort.
So sah die Brücke auf dem Elterngrab von Helga Wohlfahrt aus. Nun ist sie fort. © privat
Zerstörter Grabstein
Vom Grabmal stehen nur noch die beiden Sockel. © Antje Bücker

Der vermutete Zeitraum in der letzten Septemberwoche könnte zusammenfallen mit dem Raub einer Bronzemadonna vom Elterngrab von Heinz Serafin. Er meldete die Tat schon im September.

Respektlose Haltung gegenüber Trauernden

Wie für Heinz Serafin bedeutet Grabschmuck auch für die anderen Betroffenen Trost, Erinnerung und Ehrerbietung an die Verstorbenen. Sie alle sind fassungslos angesichts der Tatsache, dass es derart pietät- und respektlose Menschen gibt.

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