Am Lea-Drüppel-Theater hängen noch die alten Plakate aus 2020. An eine neue Spielzeit ist derzeit nicht zu denken © Jürgen Wolter
Lea-Drüppel-Theater

Es ist still geworden ums Lea-Drüppel-Theater – wie geht es weiter?

Seit einem Jahr gab es keine Aufführungen mehr im Lea-Drüppel-Theater. Daran wird sich vorläufig auch nichts ändern. Aber es gibt auch noch Aktivitäten im Theater.

Seit einem Jahr hat es im Lea-Drüppel-Theater keine Aufführungen der Kunstbühne mehr gegeben. Es ist still geworden am und im Theater. Und das wird sich, zumindest was die Aufführungen angeht, zunächst auch noch nicht ändern.

„Zuletzt sind nur die Proben unserer drei Ensembles gelaufen“, sagt Dr. Hans-Dieter Speikamp, der im Theater für die Finanzen zuständig ist. „Nach den Ferien geht es damit auch direkt wieder los.“

Das Junge Ensemble, das von Niclas Floer und Silke Eumann geleitet wird, hatte zuletzt noch eine Theaterwanderung unternommen und das Publikum mit auf eine kleine Theaterreise durch die Halterner Innenstadt genommen. Die beiden weiteren Ensembles, die „Story Kids“ und die „Wilde 13“ proben mit Jasmin Pawlak.

Kein Programm fürs zweite Halbjahr

„Das war zuletzt teilweise nur online möglich, aber da fehlte den jungen Akteuren natürlich das Bühnenerlebnis“, sagt Hans-Dieter Speikamp. „Deshalb ließ das Interesse dann teilweise auch nach.“

Nach den Ferien kann aber zunächst auf der Bühne geprobt werden. Wann es wieder Aufführungen im Lea-Drüppel-Theater geben wird, steht noch nicht fest. „Wir haben auch für das zweite Halbjahr kein Programm geplant, weil sich das wirtschaftlich nicht machen lässt“, so Speikamp.

„Momo?Greta?Wir!“ war die letzte Produktion des Jungen Ensembles. © Privat © Privat

Das Theater dürfte nur mit der Hälfte der Zuschauer besetzt werden, das wären maximal 35. „Wenn wir als Eintritt 20 Euro pro Karte rechnen, hätten wir 700 Euro eingenommen. Die Kosten für eine Veranstaltung sind aber oft doppelt so hoch. Das rechnet sich nicht“, so der Schatzmeister des Theaters.

Zurzeit ist die finanzielle Situation des Theaters zwar nicht dramatisch, aber angespannt. Fehlenden Einnahmen, auch aus dem Catering bei Veranstaltungen, stehen weiter laufende Kosten gegenüber wie Miete und Energiekosten.

„Uns fehlt die öffentliche Präsenz“

Ein weiteres Problem: Das Lea-Drüppel-Theater verschwindet langsam aus dem Bewusstsein der Menschen. „Uns fehlt natürlich die öffentliche Präsenz, die wir durch unsere Veranstaltungen erreicht hatten“, sagt Hans-Dieter Speikamp.

Trotzdem wollen die Verantwortlichen weiter Vorsicht walten lassen, zumal nicht klar ist, wie sich die Inzidenzzahlen in naher Zukunft entwickeln werden. „Wenn alles gut geht, könnten vielleicht im Herbst oder der Weihnachtszeit erste Veranstaltungen stattfinden. Aber das hatten wir im letzten Jahr auch gehofft“, sagt Hans-Dieter Speikamp.

Durch die schwierige Zeit haben dem Lea-Drüppel-Theater vor allem Spenden geholfen, die weiter benötigt werden, um die Existenz gerade jetzt sichern zu helfen. Das Spendenkonto lautet. Lea Drüppel Theater e.V., Betreff: Lea Drüppel Theater, IBAN: DE84 4016 4528 0405 4970 00, Volksbank Westmünsterland Mitte.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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