„Escape Room“ im LWL-Römermuseum in Haltern geplant

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Einen Batzen Geld bekommt das LWL-Römermuseum aus dem Fördertopf der LWL-Kulturstiftung: Ganze 175.000 Euro fließen in das Museum in Haltern. Ein besonderes Projekt ist dabei in Planung.

Haltern

, 23.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für seinen Beitrag zur archäologischen Landesausstellung NRW 2021 bekommt das LWL-Römermuseum 175.000 Euro von der LWL-Kulturstiftung aus Münster. „Wir sind froh und dankbar über die Summe“, sagte Museumsdirektor Dr. Josef Mühlenbrock auf Anfrage. Das Geld fließe in die Ausstellung, im Detail sei die Verwendung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau festgelegt.

Das LWL-Römermuseum beteiligt sich mit einer großen Ausstellung zum neuesten Forschungsstand der Römerzeit in Westfalen an der vom Land Nordrhein-Westfalen ausgerufenen Landesausstellung „Roms fließende Grenzen“, die in Köln, Bonn, Xanten, Detmold und Haltern am See stattfinden soll.

Rolle der Flüsse im Fokus der Ausstellung

Die alle vier Jahre ausgelobte archäologische Landesausstellung fokussiert auf die Rolle der Flüsse in der Entwicklung und Geschichte der Römer in NRW. „Den Römern auf der Spur - das LWL-Römermuseum ist ein Highlight auf der spannenden Reise in unsere Geschichte in NRW“, so Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Vorstandsmitglied der LWL-Kulturstiftung und LWL-Kulturdezernentin.

Als Teil der Ausstellung können Interessierte im Frühjahr 2022 die Bautechnologie der Römer am originalgetreu nachgebauten Torhäuschen am Westtor bestaunen. Die Bauarbeiten für das Torhäuschen sollen im nächsten Jahr starten, teilte der Museumsdirektor mit. Die Rekonstruktion sei „relativ aufwendig“, so Mühlenbrock weiter. Erst kürzlich habe er in einer Video-Konferenz mit weiteren Archäologen die Gegebenheiten skizziert. „Wie sah es von innen aus? Wie wurde es genutzt?“

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Besonderer Clou dabei: In dem Torhäuschen soll ein „Escape Room“ installiert werden. „Ein solcher Raum mit einem römischen Thema ist uns bisher noch nicht untergekommen“, sagt Dr. Josef Mühlenbrock. Unter dem Motto „Die letzten Stunden von Aliso“ sollen sich die Escape-Room-Spieler gegen einen fiktiven Germanenangriff wehren und Rätsel lösen, um aus dem Torhaus zu fliehen.

Escape Rooms erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. In diesen Räumen werden Spieler gruppenweise „eingeschlossen“, um innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters gemeinsam Rätsel zu lösen und sich den Ausgang zu erknobeln. Der „Escape Room“ in der Römerbaustelle Aliso soll, so die Idee, vor allem auch in den Abendstunden genutzt werden können. Details zu den Planungen sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

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Insgesamt entschied das Kuratorium der Stiftung über 34 Anträge aus der Region Westfalen-Lippe, von denen 22 Projekte mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert werden.

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