Meinung

Fahrprüfer fehlen auch in Haltern: Es braucht schnell flexible Lösungen

Länger auf eine Fahrprüfung warten zu müssen, kostet Zeit und Geld. Die Coronasituation hat ein Problem verschärft, das es im Grundsatz auch vorher schon gab.
Fahrschüler müssen zurzeit länger auf ihre Prüfung warten © picture alliance / dpa

Die Fahrschulen in Haltern bekommen zurzeit nicht so viele Prüfungstermine wie sie gern hätten. Das hat Konsequenzen für die Fahrschüler. Sie müssen Wartezeiten in Kauf nehmen und unter Umständen entstehen ihnen (oder ihren Eltern) auch Mehrkosten. Die Wartezeit auf eine Prüfung hat sich etwa verdoppelt.

Damit man nicht ganz die Fahrpraxis verliert, wird die eine oder andere unfreiwillige Zusatzstunde fällig. Beschwerden darüber laufen dann bei den Fahrlehrern auf, die aber nicht die Verantwortlichen für das Dilemma sind.

Die Prüfer stellt der TÜV zur Verfügung. Und das sind momentan zu wenige. Daran ist zum Teil Corona schuld, aber eben nur zum Teil. Im Grunde sei durch die Einschränkungen während der Pandemielage nur ein strukturelles Problem sichtbar geworden, sagt der Fahrlehrerverband. Fahrprüfer müssen in der Regel ein Ingenieurstudium vorweisen, wenn sie als Sachverständige beim TÜV tätig werden. Das dauert.

Und: Durch ein neues elektronisches Prüfprogramm haben sich seit Jahresbeginn die Prüfungsfahrten um 10 Minuten verlängert: Folglich sind weniger Prüfungen pro Tag möglich. Jetzt auch samstags zu prüfen, würde wenig bringen: Dafür bekämen die Prüfer einen anderen Freizeitausgleich. Da muss ein Umdenken einsetzen und flexibler reagiert werden. Und das schnell, damit Fahrschüler nicht länger im (Prüfungs-)Stau stehen.

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