Fahrradfahren, Kontrollen und Sperrung - wichtige Infos von der Stadt

Coronavirus

Zu Corona-Zeiten Fahrrad fahren? Warum wurde der Mountainbikeplatz im Sundern gesperrt? Und wird am Osterwochenende kontrolliert? Bürgermeister Bodo Klimpel gibt Antworten.

Haltern

10.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fahrrad zu fahren ist erlaubt, aber es gibt zu beachten, dass nur zwei Personen eng zusammen sein sollten, sagt Bürgermeister Bodo Klimpel.

Fahrrad zu fahren ist erlaubt, aber es gibt zu beachten, dass nur zwei Personen eng zusammen sein sollten, sagt Bürgermeister Bodo Klimpel. © Stadt Haltern

Haltern am See und die schöne Umgebung laden geradezu ein, mit dem Fahrrad zu fahren. Ist das überhaupt erlaubt und sinnvoll?

Ja, das ist erlaubt, egal, ob es als Fortbewegungsmittel oder als sportliche Einheit gedacht ist. Allerdings gilt es auch dabei zu beachten, dass natürlich nur zwei Personen eng zusammen sein sollten. Gruppen sollten natürlich nicht zusammen unterwegs sein. Das Rad fahren ist, so sagen die Mediziner, auch jetzt, zu Corona-Zeiten sinnvoll. Auch für mich steht außer Frage, dass das Radeln für Kopf und Körper sehr gut ist.

Sie haben erst vor wenigen Tagen den Mountainbikeplatz im Sundern gesperrt. Warum?

Unser erster Gedanke war, den Platz und die Strecke nicht zu sperren, denn wir begrüßen es ja stets, wenn sich die Menschen in der freien Natur bewegen. Dann jedoch hat uns ein anderer Punkt darin bestärkt, die Sperrung zu veranlassen: Wir reden auch hier über eine Sportstätte, die ja nun mal laut Landesgesetz wegen der Corona-Pandemie nicht genutzt werden darf. Außerdem haben wir dies mit dem ATV als Nutzer des Mountainbikeparks abgesprochen, der es sehr begrüßt, die Sperrung vorzunehmen. Es geht hierbei auch darum, den Treffpunkt zu verhindern, denn dort kommen vielfach einige Menschen zusammen.

Werden die Ordnungskräfte auch am langen Osterwochenende im Einsatz sein?

Ja, natürlich. Es gelten weiterhin die Bestimmungen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das heißt, dass wir die potenziellen Touristen erneut auffordern, Haltern am See zu meiden. Das heißt ebenso, dass wir unsere Bürgerinnen und Bürger weiterhin bitten, sich an die bekannten Spielregeln zu halten, beispielsweise nur zu zweit bzw. mit der Kernfamilie beisammen zu sein. All das hat zuletzt gut geklappt. Wir halten es aber nach wie vor für wichtig, unsererseits darauf zu achten. Deshalb werden auch einige Teams mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung sowie auch Polizeikräfte auch an den Feiertagen im Einsatz sein. Ich fand es übrigens sehr gut und ausgesprochen kollegial, dass wir in der Stadtverwaltung diese Teams ausschließlich mit den Personen zusammensetzen konnten, die sich freiwillig gemeldet haben.

Wie schützen Sie sich und andere Menschen vor dem Virus?

Zunächst einmal ganz simpel, dass ich die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts befolge, zum Beispiel streng darauf achte, immer wieder meine Hände zu waschen und desinfizieren. Ich bewege mich draußen auf dem Fahrrad oder beim Walken entweder allein oder mit meiner Frau, bei den privaten Kontakten kommt derzeit nur noch mein Sohn hinzu. Bei der Arbeit finden einige Konferenzen nur noch per Telefon- oder Videoaustausch statt. Wenn wir mit den Mitgliedern unseres Krisenstabs zusammen kommen, gehen wir in den Ratssaal. Dort haben wir mit etwa zehn Personen jeweils mindestens fünf Meter Abstand. Darüber hinaus sind derzeit alle Politik- und Repräsentationstermine gestrichen.

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