Anwohner der Arenbergstraße hatten nach einem lauten Knallgeräusch die Feuerwehr alarmiert. © Winkelkotte
Besorgte Anwohner

Feuerwehreinsatz wegen vermeintlicher Explosion in Flaesheim

Am Mittwochmorgen haben besorgte Anwohner in Flaesheim die Feuerwehr alarmiert, weil es in der Nähe einen lauten Knall gab. Offenbar ist das Rätsel nun gelöst.

Um etwa 9:30 Uhr kam es in Flaesheim am Mittwochvormittag zu einem lauten Knall, der im Ortsteil deutlich zu hören war. Zahlreiche Anwohner hatten das Geräusch wahrgenommen. Gleich mehrere Anrufe gingen bei der Notruf-Leitstelle ein. Die Feuerwehr Haltern rückte daraufhin mit zwei Fahrzeugen zur Arenbergstraße aus.

Während sich die Einsatzkräfte vor Ort einen Überblick verschafften, schilderte ein Anwohner, wie er den Moment des Knalls wahrgenommen hatte. „Ich habe hier in meiner Garage gestanden. Plötzlich war da dieser laute Knall, dann hat es gezischt. Hier haben sogar die Fensterscheiben gewackelt. Das hörte sich für mich eindeutig wie eine Explosion an“, so der junge Mann.

Explosion beim Kalksandsteinwerk vermutet

Ein anderer Anwohner, der den Knall ebenfalls wahrgenommen hatte, vermutete eine Explosion beim Kalksandsteinwerk Cirkel. „Dort ist vor einiger Zeit mal ein Kessel explodiert. Das hörte sich so ähnlich an. Ich war am Firmengelände, aber da ist nichts zu sehen.“

Wie und warum es zu dem Knall kam, blieb zunächst unklar. Die Einsatzkräfte konnten vor Ort nichts feststellen. Gegen 11 Uhr konnte Polizeisprecher Andreas Lesch das Rätsel lösen. „Grund für den Knall dürfte eine Sprengung am ehemaligen Bergwerk Blumenthal/Haard in Datteln gewesen sein. Diese war uns im Vorfeld angekündigt worden“, so der Polizeisprecher.

Der Haard-Schacht, 1983 in Betrieb genommen, wurde 2001 stillgelegt. Das Gelände wird seit Mai 2020 renaturiert. Am Mittwochvormittag soll laut Polizei der 46 Meter hohe Förderturm des Haardschachts gesprengt worden sein.

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte
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