Flaesheimer Straße wird schon bald saniert - aber nicht ohne Vollsperrung

hzNach Protesten

Die Bürger hatten lange protestiert und eine Sanierung der maroden Flaesheimer Straße gefordert. Jetzt soll der Fahrbahnbelag erneuert werden. Ohne Behinderungen geht das aber nicht.

Flaesheim

, 13.10.2019, 11:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Risse und tiefe, große Löcher im Fahrbahnbelag gibt es viele auf der Flaesheimer Straße. Das hat die Kraftfahrzeug-Fahrer und besonders die Flaesheimer Anwohner schon seit knapp zwei Jahren mächtig genervt. Wie berichtet, ist seit einigen Wochen ab Ortsausgang Flaesheim in Richtung Ahsen sogar streckenweise nur Tempo 10 erlaubt. Die Bürger protestierten und forderten Sanierungsarbeiten. Mit Erfolg.

Ortstermin ließ keine Zweifel aufkommen

Bei einem Ortstermin haben sich Vertreter von Straßen.NRW als zuständiger Landesbehörde und der Stadt Haltern sowie Polizei und Feuerwehr jetzt selbst ein Bild vom maroden Zustand der Landstraße gemacht. Dabei wurde deutlich: Die Schäden müssen möglichst schnell beseitigt werden. Die Verkehrssicherheit ist gefährdet. Und so wurden die von den Bürgern lang ersehnten Maßnahmen umgehend eingeleitet.

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Anfang November soll die Flaesheimer Straße nun saniert werden. „Ohne eine Vollsperrung sind die Arbeiten aber nicht durchzuführen“, betont Bianca Kläsener von Straßen.NRW auf Anfrage. Die L 609 sei stellenweise sehr schmal und auch in der Mitte der Fahrbahn gebe es große Löcher. „Wenn wir unsere Arbeiten dort durchführen, kommt da kein Lkw mehr vorbei“, erklärt sie.

Schlimmste Schadstellen werden ausgebessert

Zwei bis vier Tage - je nach Wetterlage - soll die Sanierung dauern. Zwischen Ortsausgang Flaesheim und der Straße „An den Stellkämpen“ wird allerdings keine Komplett-Sanierung durchgeführt. „Die schlimmsten Schadstellen werden ausgebessert“, erklärt Bianca Kläsener. Das Budget der Landesbehörde erlaube auf dem 400 Meter langen maroden Streckenabschnitt keine komplette Erneuerung der Deckschicht. Eben nur da, wo nötig, werde diese aufgebracht. Hinzu kämen noch bis zu zehn Zentimeter tiefe Binde- und Tragschichten, die - ebenfalls in Teilabschnitten - erneuert werden müssten.

Auch eine Leitplanke, die bei Orkantief Friederike durch einen umgestürzten Baum beschädigt worden war, wird ausgebessert. Bäume allerdings werden nicht gefällt. Der CDU-Ortsverband hatte kritisiert, dass einige Alleebäume schief in die Fahrbahn wachsen und Lkw sowie landwirschaftliche Fahrzeuge behindern.

Umleitungen sind nicht zu vermeiden

Während der Sanierungsarbeiten wird es Umleitungen geben. Konkrete Planungen liegen nach Angaben der Betriebsdienstleiterin der Marler Straßenmeisterei allerdings zurzeit noch nicht vor. „Wir sind bemüht, die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten“, verspricht Bianca Kläsener. Für Pendler zwischen Haltern, Olfen und Datteln bleiben größere Umwege allerdings nicht aus. Zumal die Ausweichstrecke über die Lippebrücke in Ahsen auch ausfällt. Das Bauwerk ist ebenfalls - und das schon seit geraumer Zeit - gesperrt.

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