Dirk Klaus sieht dringenden Verbesserungsbedarf bei der Abholung der ausrangierten Tannenbäume in Haltern. © Montage Schiebener
Weihnachtsbäume

„Gedanke gut, Umsetzung schlecht“ – Tannen versperren Wege in Haltern

Neben der Restmülltonne sollen sie liegen, damit die Müllabfuhr sie mitnehmen kann: Weihnachtsbäume. Während die Stadt eine positive Bilanz zieht, sieht Dirk Klaus dringenden Verbesserungsbedarf.

Erstmalig hat die Stadt Haltern 2022 ihre Weihnachtsbaum-Strategie geändert: Anders als die Jahre zuvor wurden diesmal keine Sammelstellen für ausrangierte Tannen eingerichtet. Stattdessen werden die Bäume zusammen mit dem Restmüll direkt vor der Haustür abgeholt.

Seit Anfang der Woche werden die Weihnachtsbäume in den ersten Bezirken abgeholt. „Der Servicegedanke der Stadt ist gut“, sagt der Halterner Dirk Klaus gegenüber unserer Redaktion. „Die Umsetzung schlecht.“ In der Facebook-Gruppe „Haltern am See“ hat er seinem Frust Luft gemacht.

Nach dem morgendlichen Spaziergang mit seinem Hund lädt Dirk Klaus ein Foto von einem Baum hoch, der mitten auf dem Gehweg liegt. Er schreibt dazu: „Es wird gewarnt vor Nebel, Glatteis und vagabundierenden Weihnachtsbäumen. Diese wahlweise als Autosperre, weil sie mitten auf der Fahrbahn liegen, oder als Gehwegsperre, weil sie den Durchgang auf dem Gehweg gänzlich versperren.“

Auf Facebook erhält Dirk Klaus prompt Zustimmung. 35 „Daumen hoch“ und Kommentare anderer Halterner wie: „Letzte Woche war die Tannenbaumgang auf der Weseler Straße unterwegs. Das sind echte Rabauken.“

Stadt Haltern zieht eine erste Bilanz zur neuen Abholstrategie

Die Stadt Haltern selbst zieht eine erste positive Bilanz. „Bisher läuft es soweit sehr gut“, sagt Stadtsprecherin Sophie Hoffmeier auf Anfrage der Redaktion. „Die Bäume liegen alle passend an der Straße. Es sind kein Kugeln oder Lametta mehr am Baum.“

Auch sei den Kollegen bei der Müllabfuhr Remondis bisher nicht aufgefallen, dass die alten Weihnachtsbaum-Sammelstellen zur Ablieferung genutzt wurden. „Es scheint bei allen angekommen zu sein, dass sich das System geändert hat“, sagt Sophie Hoffmeier zufrieden.

Dirk Klaus hingegen sieht Verbesserungsbedarf. „Der Mensch ist pflichtbewusst und wenn die Stadt sagt, die Bäume sind neben die Mülltonne zu packen, dann werden diese neben die Mülltonne gepackt. Ob der Gehweg dann zu ist oder nicht, sei dahingestellt. Die örtlichen Gegebenheiten wurden bei der Planung leider nicht berücksichtigt und eine Abholung vom Grundstück nicht vorgesehen.“

Er wünscht sich: „Hier muss die Stadt dringend im nächsten Jahr nachbessern. So wie jetzt, kann es jedenfalls nicht weitergehen.“

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In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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