Geheimgang öffnet sich hinter der Tafel

Schülerzeitungsredakteure schreiben im Workshop interaktiven Krimi

23.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Sythen Die drei Meisterschnüffler Jenny, Sven und Schnüffelnase sind zu spät gekommen und müssen deshalb nachsitzen. Frau Schweinehund, Lehrerin an der Grundschule Sythen, hat sie dazu verdonnert. Beste Gelegenheit für die Detektive aufzuspüren, warum die Lehrerin immer ein Stück der Tafel freilässt. Sie beschreiben die Tafel an der verbotenen Stelle, woraufhin diese sich öffnet und den Blick auf einen Geheimgang freigibt... So oder so ähnlich könnte die interaktive Geschichte beginnen, die 14 Kinder aus dem Redaktionsteam der «Bärenstarken Schülerzeitung» in einem Workshop mit Autor Harald Schneider erarbeiteten. Interaktive Bücher sind seine Spezialität. Der Leser ist Schnüffelnase und einer der drei Hauptpersonen. Er muss sich nach jedem Abschnitt des Buches für eine Alternative entscheiden, wie die Handlung weitergeht. Je nach Wahl nimmt die Geschichte einen anderen Verlauf. So kann der Leser an bestimmten Stellen des Buches Intelligenz- oder Tapferkeitspunkte sammeln. Er kann aber auch Angstpunkte erhalten, die ihm dann wieder abgezogen werden. Auf diese Weise können nach jedem Kapitel Mindestpunkte erreicht werden, die den Leser weiter auf den Weg zum Meisterdetektiv bringt. Der erfolgreiche Detektiv kann sich dann vom herausgebenden Verlag einen Detektivausweis zusenden lassen. Doch darum ging es beim Workshop natürlich nicht. «Das ist heute keine Lesung, ich erkläre Euch aber ganz genau, wie man einen interaktiven Krimi schreibt, den Rest müsst Ihr schon selbst erledigen», lud Harald Schneider die Dritt- und Viertklässler zum Mitmachen ein. Dann folgte die Sammlung der Ideen: Handlung, Personen, die verschiedenen Varianten, wie die Geschichte weitergehen könnte... Drei Stunden waren natürlich viel zu kurz, so dass die Jungen und Mädchen ihren interaktiven Krimi zu Hause weiterschreiben können. Wenn sie Lust haben, können sie die fertige Geschichte auf der Homepage des Verlages veröffentlichen, so dass sie von vielen anderen Meisterschnüfflern gelesen werden kann. big Zur Sache

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