EPS

Giftraupen breiten sich weiter aus – Stadt Haltern nicht immer zuständig

Die Giftraupen des Eichenprozessionsspinners breiten sich in Haltern weiter aus. Die Stadt erhielt in den vergangenen Wochen vermehrt besorgte Anfragen von Bürgern. Sie kann aber nicht immer helfen.
Vor Eichenprozessionsspinnern wird auch in der Umgebung des Hullerner Stausees gewarnt. © Ingrid Wielens

Die giftigen Härchen der Raupen des Eichenprozessionsspinners bereiten vielen Menschen und Tieren Probleme. Trockenes und warmes Wetter begünstigen ihre Verbreitung. Wie die Stadt Haltern jetzt mitgeteilt hat, gab es in den letzten Wochen vermehrt besorgte Anfragen aus der Bürgerschaft.

Das Gärtnerteam der Stadt schaue sich jeden einzelnen gemeldeten Fall genau an und prüfe die Zuständigkeit, hieß es weiter. Die Bekämpfung der Schädlinge obliege zunächst einmal den Eigentümern der jeweiligen Bäume und sei eine freiwillige Leistung und keinesfalls verpflichtend.

Dabei stellt die Stadt klar, dass die wenigsten der befallenen Eichen tatsächlich im Besitz der Stadt seien, sondern anderen Behörden oder Privateigentümern gehörten. Sie leite aber diese Fälle weiter mit der Bitte, sich des Problems anzunehmen.

Die Stadt selbst kümmere sich um die EPS-Bekämpfung an eigenen Bäumen, allerdings nur an besonderen Punkten. Dazu gehören:

  • Spielplätze, Schulen, Kindergärten
  • Touristische Schwerpunkte mit Aufenthaltscharakter, wie zum Beispiel Ruhebänke
  • Bäume in unmittelbarer Nähe (bis 4 m) zur Wohnbebauung

Alle weiteren befallenen Eichen fallen nicht darunter, da in hiesigen Breitengraden ansonsten jeder dritte Baum bearbeitet werden müsste, teilte die Pressestelle der Stadt mit. Bei der Eiche handelt es sich um ein weit verbreitetes heimisches Gehölz. Jeder gemeldete Fall werde gesichtet und in einer Karte aufgelistet, damit ein flächendeckendes Monitoring für die Zukunft gesichert ist und gegebenenfalls andere Bekämpfungsmaßnahmen möglich seien, hieß es.

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