Tempo, Tempo: Die Granatstraße braucht endlich einen Radweg

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Immer wieder ereignen sich auf der Granatstraße schwere Unfälle. Die Straße ist gefährlich - besonders für Radfahrer, die hier gar keinen Schutz genießen. © Guido Bludau
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Schaut man sich die Unfallmeldungen der vergangenen Jahre an, taucht immer wieder ein Ort auf: Die Granatstraße zwischen Lippramsdorf und Reken. Manch ein Auto- oder Motorradfahrer drückt hier gern aufs Tempo und vergisst, wie gefährlich die enge Straße mit ihrer Baumallee sowie ihrem Gefälle und ihren Steigungen, einem regen Wildwechsel und ihrer Blendwirkung bei tief stehender Sonne ist. Alles zusammen erfordert viel Aufmerksamkeit von den Verkehrsteilnehmern. Und, wo bleibt der Radfahrer?

Er konzentriert sich darauf, schmalspurig unbeschadet seine Route entlang der Straße zurückzulegen. Das geht nicht immer gut, wie der aktuelle Unfall und weitere schwerste Unfälle mit Fahrradfahrern belegen. Denn ein Radweg existiert noch immer nicht, obwohl er seit vielen Jahren angemahnt wird.

Immerhin handelt es sich bei der Granatstraße um eine bedeutsame Verbindung von Ort zu Ort – man denke an die Berufspendler – und zu Ausflugszielen wie Ketteler Hof und Wildpark Granat.

Pech ist, dass ein Radwegeneubau wegen der geschützten Allee schwierig und teuer ist. So fiel das Projekt gern immer wieder unter den Behördentisch. Der Kreis erarbeitet derzeit ein neues Mobilitätskonzept, eine zeitnahe Lösung für die Granatstraße wird er aber nicht anbieten. Das ist bedauerlich. Es geht schließlich um die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer und es geht insgesamt um nachhaltige Mobilität. Doch die von Politik und Stadt propagierte Wende darf auch an dieser Stelle kein leeres Versprechen bleiben.

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