Grippeimpfung stark gefragt: Praxen in Haltern geht der Impfstoff aus

Coronavirus

In Coronazeiten wollen sich viele gegen Grippe impfen lassen. In den ersten Praxen gibt es aber schon Engpässe beim Impfstoff. Hausarzt Dr. Björn Hollensteiner hat daher eine Bitte.

Haltern

, 11.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
In den ersten Halterner Praxen gibt es bereits Engpässe beim Impfstoff.

In den ersten Halterner Praxen gibt es bereits Engpässe beim Impfstoff. © picture alliance/dpa

Der Aufruf zur diesjährigen Grippeimpfung sei durch die Coronavirus-Epidemie und die intensive mediale Berichterstattung auch in Haltern in den letzten drei Wochen „rekordmäßig“ gut angenommen worden, berichtet Dr. Björn Hollensteiner im Namen des Halterner Ärztenetzes.

Das habe dazu geführt, dass in vielen Praxen der vorbestellte Impfstoff für die diesjährige Impfkampagne knapp wird oder sogar schon vergriffen ist. „Der Grippeimpfstoff muss seit einigen Jahren schon weit im Voraus vorbestellt werden, und zwar in fester Stückzahl. Dabei richtet sich die Praxis nach dem Verbrauch der letzten Jahre“, so Hollensteiner.

Nachbestellungen erfolgt

Viele Praxen hätten im Frühjahr bereits mehr Impfstoff vorbestellt, aber aufgrund von Lieferengpässen bisher noch nicht die volle Stückzahl geliefert bekommen. Inzwischen seien auch schon Nachbestellungen erfolgt.

„Gemäß der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der ständigen Impfkommission wurde bereits die Versorgung mit Impfstoff für diejenigen Patienten, die einer Risikogruppe angehören, in den Halterner Praxen priorisiert.“ Dennoch sei das Interesse an einer Impfung in diesem Jahr enorm gestiegen - es ließen sich auch viele Risikopatienten impfen, die dies in den vergangenen Jahren nicht getan haben.

Die Halterner Praxen erwarten, dass in den nächsten Wochen noch Nachlieferungen von Impfstoff erfolgen werden. Es existiert leider kein Weg, dies zu beschleunigen. Wichtig ist: es gibt keinen Grund zur Beunruhigung, wenn die Grippeimpfung erst in ein paar Wochen erfolgen kann. „Üblicherweise bricht die „Grippewelle“ in den meisten Jahren erst ab Mitte Dezember aus und erreicht ihren Höhepunkt im Januar und Februar.“

Risiko einer Ansteckung bei Einhaltung der AHA-Regeln geringer

Daher sei auch eine Impfung im November und Dezember noch ausreichend. Es komme außerdem hinzu, dass sich durch Einhaltung der AHA-Regeln (Abstand halten - Hände desinfizieren - Alltagsmaske tragen) ebenfalls das Risiko einer Ansteckung mit Grippe deutlich vermindert.

Hollensteiner: „Wir möchten an die Bevölkerung appellieren, in dieser Situation weiter die Ruhe zu bewahren und bei der Impfung weiter denjenigen Priorität zu gewähren, die einer Risikogruppe angehören. Bei Unsicherheiten suchen Sie bitte das Gespräch in Ihrer betreuenden Haus- oder Facharztpraxis.“

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