Die Halterner Grünen befürworten den Bau eines Radwegs parallel zum Recklinghäuser Damm. © Jürgen Wolter
Stever-Lippe-Passage

Grüne: Erweitertes Radverkehrskonzept rund um die Recklinghäuser Straße

Auch Bündnis 90 / Die Grünen in Haltern unterstützen die Idee, einen neuen Radweg zwischen Papenbrück- und Wasserwerkstraße zu bauen. Ihr Konzept der Radverkehrsförderung geht aber weiter.

„Der Vorschlag, das Ende der Papenbrück- mit der Wasserwerkstraße zu verbinden, liegt nah. Wir haben uns bereits intensiv damit befasst und stehen in Kontakt mit der Bügerinitiative. Es ist völlig richtig, dass die Stadtverwaltung so schnell wie möglich prüfen muss, wie eine Umsetzung realisiert werden kann“, schreiben Fraktionsvorsitzende Sarah Radas und Martin Stork, Sprecher des Orstverbandsvorstands in einer Stellungnahme zum Konzept der Bürgerinitiative, die die Stever-Lippe-Passage realisieren möchte. Die Förderung des Radverkehrs hat für die Grünen vor allem aus Gründen des Klimaschutzes erste Priorität.

Neuerliche Prüfung ist sinnvoll

Bereits 2017 habe man einen Radweg durch die Steverauen führen wollen. „Hier gab der Altbürgermeister Klimpel in der BVA-Sitzung (Bau- und Verkehrsauschuss) am 4. 10. 2017 zu Protokoll, dass die Konkretisierung der Planung (…) ergeben (habe), dass eine Streckenführung außerhalb des Naturschutzgebietes „Lippeaue“ nicht möglich sei.

Er führte weiter aus, dass „aufgrund der schlechten Genehmigungsaussichten entschieden (worden sei), die Planungen nicht weiter zu verfolgen und keine Kosten für Gutachten etc. zu produzieren, die im Falle einer Nicht-Umsetzung voll zu Lasten des städtischen Haushaltes gehen würden.“ Eine neuerliche Prüfung zur Realisierung der Stever-Lippe-Passage begrüßen die Grünen aber ausdrücklich.

„Zusätzlich und mit höchster Priorität sollte aber auch die Verkehrssituation direkt an der Recklinghäuser Straße betrachtet werden“, fordern die Grünen. Eine Verbesserung der Rad- und Fußwegeanbindung sei hier unumgänglich, um die direkte Verbindung in die Innenstadt für Fuß- und Radverkehr sicherer zu machen, die immer wieder vor allem von den Hamm-Bossendorfer Bürgern bemängelt wird.

Konkrete Verbesserungen an der Recklinghäuser Straße

Bereits zur Dezemberratssitzung (die wegen der Coronalage nur im Rahmen des Haupt- und Finanzausschusses stattfand) hatten die Grünen die Verbesserung der Radwegverbindung zwischen Hamm-Bossendorf und Haltern-Mitte beantragt. Vom Ortsteil gibt es einen besonders hohen Radverkehrsanteil auf der etwa zwei Kilometer langen Strecke zur Innenstadt.

Gerade deshalb sei eine Verbesserung der Radwegverbindung dringlich, so die Grünen.

Sie schlagen deshalb konkrete Verbesserungsmaßnahmen vor:

  • Grünphasen für Fuß- und Radverkehr ohne Anforderung am Bossendorfer Kreuz,
  • separate Radverkehrssignale mit Vorrang,
  • vorgezogene Haltelinien und Aufstellflächen für den Radverkehr,
  • Anlage eines Sicherheitsstreifens zwischen Rad- und Autoverkehr zwischen Bossendorfer Kreuz und Glashütte,
  • an der Glashütte vorgezogene Aufstellflächen und separate Radverkehrsampeln zum gefahrlosen Abbiegen,
  • übersichtlichere Neuordnung der Parkplätze auf der Recklinghäuser Straße.

Da sich durch den neuen Pendlerparkplatz am Bahnhof die Situation weiter verschärfen werde, seien schnell umsetzbare Maßnahmen notwendig. Auf diese Weise könne mit relativ geringen Mitteln eine Verbesserung der Radverkehrssituation geschaffen werden, bis umfangreichere Umbaumaßnahmen (Wender) greifen würden. „Dabei geht es nicht um einen politischen Wettlauf, sondern darum, in der Sache möglichst schnell etwas zu erreichen“, sagt Martin Stork.

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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