Endlich mehr Gleichberechtigung bei der Stadtmeisterschaft Jetzt werden Frauen abkassiert

Redakteurin Anne Schiebener steht am Spielfeldrand der Stauseekampfbahn in Haltern.
Redakteurin Anne Schiebener begrüßt die Entscheidung, dass Frauen jetzt auch Eintritt bei der Stadtmeisterschaft in Haltern zahlen müssen. © Pascal Albert
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Im Sommer 2022 stand ich am Spielfeldrand der Stauseekampfbahn in Haltern. Es war die Zeit der Fußball-Stadtmeisterschaft. Ich bin ehrlich, ich weiß nicht mehr, welche Mannschaften an dem Abend gegeneinander angetreten sind.

Ich habe auch nicht über das Spiel selbst berichtet, sondern darüber, dass Frauen bei der Stadtmeisterschaft in Haltern keinen Eintritt zahlen müssen. Und warum ich finde, dass das ein Relikt aus alter Zeit ist, das abgeschafft werden muss.

Danach sind einige Rückmeldungen in mein Postfach geflattert – von Männern. „Ich stelle es mir einmal andersherum vor“, hieß es, „ein Sturm der Entrüstung ginge durchs Land, wir hätten das Fernsehen hier wegen Sexismus und Frauendiskriminierung.“ Oder: „Warum muss man daran was ändern? Es ist doch gut so, wie es ist.“

Endlich Eintritt für Frauen!

Die ersten Vereine haben damals reagiert. Alle Teams der Bezirksliga 11, darunter auch drei Halterner Vereine, einigten sich auf einen ermäßigten Eintrittspreis für Frauen als ersten Schritt.

Im Winter 2022 steht die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Haltern an. Bei der Auslosung der Teams wurden nebenbei ebenfalls die Eintrittspreise verkündet: Männer 4 Euro, Frauen 4 Euro, divers 4 Euro. Endlich!

Ich bin froh über diese Entscheidung. Nicht nur, dass Frauen jetzt überhaupt Eintritt zahlen müssen. Sie zahlen auch den gleichen Preis wie alle anderen. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung und weg vom Sexismus im Fußball.

Denn nur, weil etwas jahrelange Tradition hat, heißt es nicht, dass diese Tradition nicht geändert werden kann.

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