Haltern hat Touristen und Heimischen viel zu bieten

Ein Tag wie Urlaub

HALTERN Urlaub in der Seestadt oder Lust auf eine Tagestour für Einheimische? Elke Rüdiger machte sich auf den Weg und probierte die Fülle von Angeboten aus.

von Von Elke Rüdiger

, 12.07.2009, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Haltern hat Touristen und Heimischen viel zu bieten

Nordic Walking - mit den Stöcken unterwegs waren (v.l.) Ilona Scholz (Memmingen), Wolfgang Prohl (Haltern) und Anja Lohr (Altensteig-Wart/Schwarzwald).

Nein, nach Römern ist mir nicht. Heute möchte ich andere Orte erleben. Da wären Annaberg, Katharinenkapelle, Siebenteufelsturm – oder möchte ich lieber (sportlich) aktiv werden? Das Rad reicht. Mit den ersten Infos über unser schönes Altes Rathaus, den Arkadenbögen, dem Glockenspiel und der gotischen Pfarrkirche St. Sixtus gegenüber in der Tasche, passiere ich den Siebenteufelsturm (Stadtrechte 1289) und sage dem „alten Varus“ guten Tag. Bis zum Forsthof Haard sind es 5,9 km, 5000 Hektar Waldgebiet liegen vor mir. Radle ich querbeet oder auf der Straße zurück? Ich möchte zur Katharinenkapelle, ein Stück Idylle am Kanal. 1,4 km. Ein Päuschen habe ich mir verdient. Am Kanal entlang und über Schleichwege nähere ich mich der Westruper Heide. Sieben Kilometer, aber die Landschaft entschädigt – und diese Bäume. So lange will ich gar nicht bleiben, aber ich entdecke immer wieder etwas Neues, einen knorrigen, urigen oder majestätischen Baum, eine Familie, die Drachen steigen lässt, ein Eichenpflänzchen zwischen Heidekraut, eine Honig sammelnde Biene. Mir brennen die Füße, aber ich muss zurück zum Rad. Dort steht netterweise ein Eiswagen. Stracciatella und Haselnuss bitte!

Nicht ganz zwei Kilometer, und ich habe das Vergnügen, mit der „Antonia“ über die Stever zu setzen. Nein, seekrank wird man nicht. Den Kaffee danach genieße ich, während ich die leeren Boote und die Entenfamilie fotografiere. Von Sythen kommen drei Nordic Walker, nutzen die Fähre, lassen den See rechts liegen, „Jupp unne de Böcken“ links, laufen durch die Westruper Heide. ... Am See entlang ist es etwa ein Kilometer, gegenüber vom Seehof legt die „Möwe“ an, Sitzecken laden zum Halt für ein Picknick. Eine Familie aus Dormagen bietet mir Obst an. Die Drei wollen nach dem Museum in die Imperium-Ausstellung. Kann ich nur empfehlen! Vor mir liegen noch fünf Kilometer. Ich sollte dieses wunderschöne Haltern häufiger erkunden... 

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