Halterner stört sich an den Floskeln auf den Wahlplakaten der Parteien

hzKommunalwahl 2020

Markus Krummet geht immer zur Wahl und wird es auch am 13. September tun. Doch ihn stören die üblichen Wahlfloskeln der Halterner Parteien. „Wo sind die Inhalte?“, fragt er kritisch.

Haltern

, 22.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Markus Krummet, Sales Manager in der Chemie-Industrie, betrachtet die Wahlplakate, die aktuell an präsenten Orten in Haltern hängen, mit Skepsis. Wie auch manch andere Bürger stört er sich an den Floskeln auf den Plakaten, weil sie nichts zu Inhalten und Zielen der Bewerber für die Kommunalwahl 2020 ausdrücken. „Mir fehlen deutliche Aussagen“, sagt der 52-Jährige. Diese Kritik zielt in erster Linie auf die Bewerberin und die drei Bewerber um das Bürgermeisteramt.

„Ich bin bereit, jedem der Kandidaten, gleich welcher Partei, meine Stimme zu geben, der mir das für Haltern beste und geeignetste Konzept aufzeigt“, sagt Markus Krummet gegenüber der Halterner Zeitung. Er sei politisch sehr interessiert und erwarte deshalb, dass die Kandidaten ihre Positionen deutlicher mitteilen, „damit jeder Wahlberechtigte weiß, woran er ist.“

Markus Krummet: „Dringende Themen gibt es genug“

Da sei auf den Bürgermeister-Plakaten zum einen von „aktiv, verlässlich, sozial“ oder „kompetent, bürgernah, optimistisch“ die Rede. Zum anderen nehme die Partei eines Bürgermeister-Kandidaten sogar für sich in Anspruch, „die Haltern Partei“ zu sein. „Wieso eigentlich?“ Diese Bezeichnung vermittle den Eindruck eines Weiter-so, „das will ich aber gar nicht.“

Markus Krummet, der in Pirmasens geboren ist und seit 2007 in Haltern lebt, nennt dringende Themen, die aus seiner Sicht in Zukunft angegangen werden müssten: Die dauerhafte Finanznot der Stadt mit den direkten Auswirkungen auf die Bürger wie hohe Grundbesitzabgaben, Parkgebühren oder Bürokratie, ferner das sich immer mehr verändernde Stadtbild durch Bausünden und Nachverdichtung, eine Verwaltung mit zu vielen Fachbereichen und die Sicherheit in der Stadt. Dass die Parteien sich in den sozialen Netzwerken mit Filmen und Statements dazu und zu weiteren Themen äußern, weiß Markus Krummet. Aber dort ist er nicht unterwegs.

„Ich erwartet kreative Ansätze und neue Ideen“

Dankbar ist er für die intensive Berichterstattung der Halterner Zeitung, seine morgendliche Lektüre - ob gedruckt oder online. So hat er auch bereits den „Wahlhelfer“ auf der Internetseite als Entscheidungshilfe aktiviert. Gespannt wartet der Halterner auf die Podiumsdiskussion am 27. August, die als Live-Stream aus dem Alten Rathaus ausgestrahlt wird.

Von den Bewerbern um das Bürgermeister-Amt oder ein Ratsmandat erwartet Markus Krummet kreative Ansätze und neue Ideen: „Ich will dazu Inhalte hören.“ Träger politischen Handelns, so findet er, sollten bei ihren Aussagen in die Tiefe gehen und ohne Angst vor möglichen Nachteilen klar ihre Meinung definieren.

Der Halterner geht grundsätzlich immer zur Wahlurne. Auf Kommunalebene setzt er seine Kreuzchen flexibel, auf Landes- und Bundesebene wählt er eher traditionell. Mit Blick auf den 13. September, dem Wahltag, sagt er: „Ich freue mich darauf und bin gespannt, wie die Wahlen in Haltern ausgehen.“

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