Halterner Ärzte informieren Patienten über aktuelle Maßnahmen

Coronavirus

Das Coronavirus stellt auch die Praxisorganisation vor Herausforderungen. Die Halterner Ärzteschaft bittet nun Patienten, nicht mehr ohne Ankündigung in die Praxen zu kommen.

Haltern

22.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei Infektzeichen sollten Patienten sich grundsätzlich vorher in den Praxen ankündigen.

Bei Infektzeichen sollten Patienten sich grundsätzlich vorher in den Praxen ankündigen. © picture alliance/dpa

Die Halterner Hausärzte sind allesamt bestrebt, Patienten mit Infekten, Fieber, Husten usw. von den Patienten mit nicht-infektiösen Erkrankungen zu trennen. „Denn auch Patienten mit Herzerkrankungen, Diabetes-, Krebserkrankungen usw. benötigen unsere Betreuung“, heißt es in einem Statement von Dr. Astrid Keller, Sprecherin der Halterner Ärzteschaft. Um diese Behandlung sicher zu gewährleisten, haben viele Praxen eine sogenannte Infektionssprechstunde eingerichtet, in der nur die ansteckenden Patienten behandelt werden, aber auch voneinander getrennt werden. Andere, bei denen die räumlichen Möglichkeiten vorhanden sind, lotsen die Patienten durch Seiteneingänge in abgetrennte Sprechzimmer.

Mit Infektzeichen grundsätzlich vorher Kontakt aufnehmen

Immer sollten Patienten mit Infektzeichen die Praxis vorher telefonisch oder anders (z.B. per E-Mail) kontaktieren.

Auch in den kinderärztlichen Praxen werden keine Patienten mehr ohne telefonisch ausgemachten Termin zugelassen: So gelingt es, die Vorsorgen und impfrelevanten Termine von der Akutsprechstunde räumlich zu trennen.

Bei den Fachärzten, die üblicherweise nicht in die Behandlung von respiratorischen Infekten eingebunden sind (Kardiologen, Urologen, Dermatologen, Gastroenterologen, Neurologen, Gynäkologen, Chirurgen usw.) sollten Patienten mit Erkältungssymptomen grundsätzlich nicht in die Praxis kommen, sondern den Termin telefonisch absagen.

Patienten, die sich in zahnärztliche und HNO-ärztliche Behandlung begeben, werden gebeten, sich immer vorab telefonisch zu melden.

Insgesamt seien alle Kollegen bemüht, die Wartezimmer nur mit wenigen Patienten zu füllen, heißt es weiter. Patienten werden zudem gebeten, zum eigenen Schutz und zum Schutz der Mitmenschen einfache Mundschutzmasken zu tragen, wenn sie eine Praxis betreten.

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Die Ärzte bitten Patienten, sich zum Beispiel auf der Homepage zu informieren, wie ihr Hausarzt oder der spezielle Facharzt es im Einzelnen handhabt. „Bitte kommen Sie nicht einfach so in die Praxis. Dies dient Ihrem Schutz, dem Schutz der Mitmenschen und dem Praxisteam. Da uns diese Corona-Pandemie noch einige Zeit begleiten wird, müssen wir gemeinsam einen Modus finden, wie sich auch Patienten mit anderen Erkrankungen wieder sicher in die Praxis begeben können. Ihre Mitarbeit trägt wesentlich dazu bei.“

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