Impfstoffe

Halterner Ärzte sind verärgert über Biontech-Impfstoffverknappung

Den Ärzten wurde kurzfristig die Bestellmenge für den Covid-19 Impfstoff von Biontech gekürzt. Die Halterner Ärztesprecherin Dr. Astrid Keller und ihre Kollegen sind verärgert.
Halter Ärzte sind sauer, weil der Biontech-Impfstoff verknappt wird. © Daniel Winkelkotte (Archiv)

Die Kürzung des Bestellkontingents für den Corona-Impfstoff von Biontech durch das Bundesgesundheitsministerium hat auch unter den Halterner Ärzten für Unmut gesorgt. Ärztesprecherin Dr. Astrid Keller nimmt dazu Stellung.

„Am Wochenende hat die Politik sich schon wieder etwas Neues überlegt“, so Keller in ihrem Statement. „Da Impfstoffdosen des Impfstoffes „Spikevax“ von Moderna im Februar verfallen, wurde allen Ärzten kurzfristig die Bestellmenge für Biontech gekürzt.“

„Sehr viele Halterner Praxen haben in der nächsten Zeit größere Impfaktionen geplant“, kündigt Dr. Keller an. „Über diese kurzfristige Änderung sind alle sehr verärgert, da die Dosismenge pro Flasche deutlich abweicht und die Moderna-Impfung für unter 30-Jährige und Schwangere nicht empfohlen ist.

Das bedeute wiederum einen unnötigen organisatorischen Aufwand, zusätzlich zu der zurzeit extremen Arbeitsbelastung aller Beteiligten.

Moderna-Impfstoff ist gleichwertig

“Nichtsdestotrotz ist der Moderna-Impfstoff (auch ein mRNA-Impfstoff) als gleichwertig und gleichwirksam anzusehen und ist damit prinzipiell austauschbar außer für die oben genannten Patientengruppen.“

Die Halterner Ärzte möchten dem möglichen Unmut ihrer Patientinnen und Patienten vorgreifen, die mühsam einen Impftermin ergattert hätten und dabei vom Biontech-Impfstoff ausgegangen sind, schreibt Dr. Keller.

Und weiter: „Auch wir wurden von dieser Entwicklung wieder mal überrollt und können nur mit Unverständnis und Wut über diese kurzfristigen Regeländerungen reagieren, werden den Bedarf an Impfstoff aber nicht anders decken können.“

Inzwischen habe ein Großteil der Impfwilligen in Haltern auch einen Termin erhalten, teilt Dr. Keller außerdem mit. Es gebe allerdings weiterhin viele Anfragen, die aber oft auch per E-Mail erfolgen, was den Praxen die Arbeit erleichtert.

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