Halterner Familie fuhr mit dem Motorrad zum Nordkap

7420 Kilometer

Der Halterner Bernd Blecker fuhr mit seinen Töchtern Anna und Lisa zum Nordkap: 7420 Kilometer auf dem Motorrad - eine beeindruckende Reise, die den Dreien als besonderes Familienerlebnis noch lange in Erinnerung bleiben wird.

HALTERN

, 20.08.2016, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Man glaubt, es kann nichts Schöneres mehr kommen, aber hinter der nächsten Kurve bieten sich wieder Ausblicke in die Landschaft, die noch atemberaubender sind als alles, was man bisher gesehen hat", sagt Bernd Blecker. Vom 17. Juli bis zum 3. August legte er mit seinen beiden Töchtern Anna und Lisa 7420 Kilometer auf dem Motorrad zurück: auf einer Tour durch Norwegen bis zum Nordkap.

"Das war immer mein Traum", sagt Bernd Blecker, der beruflich als Diplom Ingenieur bei der Deutschen Telekom beschäftigt ist. Motorradfahren ist schon seit seiner Jugend sein Hobby: "Mein erstes Bike war eine Hobby-Rider-Mofa", erinnert er sich. "Die gibt es heute noch und auf der haben auch meine beiden Töchter mit dem Fahren angefangen".

Ehefrau verzichtete auf die Reise

Heute fährt der 56-jährige Halterner eine BMW 1150, seine Töchter sind jeweils mit einer 650er unterwegs. Diese drei Maschinen begleiteten sie auf dem Weg in den hohen Norden. Ehefrau Sabine, die sonst seine Begleiterin ist, verzichtete diesmal: "Ich fahre lieber in den Süden", sagt sie.

Da beide Töchter in diesem Sommer ihre Ausbildung abgeschlossen haben, (die eine wird Lehrerin, die andere arbeitet ebenfalls bei der Telekom) passte der Zeitpunkt für die gemeinsame Tour. "Meine Töchter fanden die Idee spannend, und so haben wir bereits im Winter mit den ersten Planungen begonnen", berichtet Bernd Blecker.

Am 17. Juli brachen die Drei in Haltern auf. Die erste Tagesetappe führte sie bis nach Flensburg. Dann ging es weiter durch Dänemark, auf die Fähre nach Norwegen und dann immer an der Küste entlang Richtung Norden.

Tagesetappen

"Wir haben es allerdings ruhig angehen lassen", sagt Bernd Blecker. "Ich hatte im Vorfeld gehört, dass auf der Route oft mit schlechtem Wetter zu rechnen ist. Deshalb lautete unsere Devise: Der Weg ist das Ziel. Wir entscheiden von Tag zu Tag, welche Etappe wir fahren. Bei schlechtem Wetter brechen wir ab."

Aber das Wetter hielt. Und die Route entschädigte die drei Biker immer wieder mit atemberaubenden Aussichten. Übernachtet wurde meistens in kleinen Hütten an Campingplätzen, gelegentlich aber auch im Zelt oder im Hotel.

Im Norden Norwegens machten die drei Halterner einen Abstecher auf die Lofoten. Erst dort fiel die endgültige Entscheidung zum nördlichsten Punkt Europas, dem Nordkap tatsächlich weiter zu fahren.

"Kurz vor Schluss änderte sich das Wetter, am Zielpunkt hatten wir leider Nebel und Regen", so Bernd Blecker. So besichtigten die drei zwar das Nordkapmuseum und machten das obligatorische Foto, das allerdings in tief hängenden Wolken entstand, fuhren dann aber schnell weiter.

Rentiere und Elche

Über Lappland und Finnland ging es dann zurück. Einen Abstecher nach Stockholm und zu einem Kollegen von Bernd Blecker, der in Växjö wohnt, planten die drei ebenfalls noch ein.

"Da haben wir dann zum Schluss sogar noch einen Elch gesehen, unterwegs hatten wir ständig Begegnungen mit Rentieren", so Bernd Blecker. "Die Menschen waren immer sehr freundlich und hilfsbereit. Einmal mussten wir am Samstagnachmittag noch einen Reifen für eins der Motorräder auftreiben. Auch wenn es etwas abenteuerlich war, hat selbst das noch geklappt."

Seine Töchter leben und arbeiten in Köln bzw. Landshut. Die gemeinsame Reise bleibt den Dreien deshalb als besonderes Familienerlebnis noch lange in Erinnerung.

 

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