Halterner Feuerwehr bekämpfte einen Waldbrand am Rennberg

hzWaldbrand in Haltern

Zu einem Waldbrand in der Haard bei Flaesheim rückte die Feuerwehr am Mittwochmorgen aus: Insgesamt drei Löschzüge kämpfen dort gegen die Flammen, die auch auf Bäume übergriffen.

Flaesheim

, 03.06.2020, 10:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gegen 8.30 Uhr am Mittwochmorgen wurde der Halterner Feuerwehr eine Rauchentwicklung in der Haard gemeldet. Einer Radfahrerin war in der Nähe des Rennbergs eine Rauchsäule mitten im Wald aufgefallen.

Die ausgerückten Einsatzkräfte steuerten zunächst den Sportplatz in Flaesheim an und fuhren die Drehleiter aus, um den Brandort zu lokalisieren. Anschließend fuhren zunächst ein Tanklöschfahrzeug und zwei Mitglieder der Quadstaffel ins Gelände. Hier stellen die Feuerwehrleute fest, dass auf einer Fläche von circa 400 Quadratmetern das Unterholz brannte. An einigen Stellen hatte sich das Feuer auch auf den Bäumen zu einem Wipfelbrand ausgeweitet.

Die ursprünglich gemeldete unklare Rauchentwicklung wurde daraufhin zu einem Waldbrand hochgestuft. Die Löscheinheiten aus Flaesheim, Sythen, Lavesum und und von der Halterner Hauptwache rückten aus. Auf die in Bereitschaft versetzte Feuerwehr Castrop-Rauxel konnte aber verzichtet werden.

Wasserversorgung 400 Meter durch den Wald

Um Löschwasser an die Brandstelle mitten im Wald zu bringen, wurde zunächst ein Pendelverkehr von Löschfahrzeugen von einem nahe gelegenen Hydranten eingerichtet. Die Feuerwehrleute bekämpften den Brand von zwei Seiten. Anschließend bauten die Feuerwehrkräfte eine direkte Wasserversorgungsleitung von einem Hydranten zur Brandstelle auf, die durch rund 400 Meter Waldstrecke verlegt wurde.

Im dichten Unterholz bekämpften die Feuerwehrleute den Waldbrand bei Flaesheim.

Im dichten Unterholz bekämpften die Feuerwehrleute den Waldbrand bei Flaesheim. © Jürgen Wolter

Wertvolle Hilfe leisteten die Mitglieder der Quadstaffel, die nicht nur beim Lokalisieren der Brandstelle halfen, sondern auch erstes Material den Berg hoch an die Brandstelle schaffen konnten.

Nach gut einer Stunde war die Lage unter Kontrolle. Die Feuerwehr kann mit ihren Rohren bei ausreichendem Wasserdruck Bäume bis zu einer Höhe von maximal 30 Metern löschen. Vorrangig war in Flaesheim, zu verhindern, dass der Brand auf weitere Baumwipfel übersprang und sich unkontrolliert ausbreitete.

Kreisbrandmeister wurde alarmiert

Die Kreisleitstelle der Feuerwehr hatte auch Kreisbrandmeister Robert Gurk informiert, der sich vor Ort ein Bild von der Lage machte. Nach eineinhalb Stunden konnten die ersten Feuerwehrkräfte wieder abrücken. Die Zahl der Waldbrände hat sich in den letzten Tagen gehäuft, die extreme Trockenheit sorgt für eine hohe Waldbrandgefahr in den Wäldern rund um Haltern. Für Notfälle stehen inzwischen in NRW auch drei bei der Polizei stationierte Hubschrauber zur Verfügung, die Wasserlasten zur Löschung aus der Luft tragen können.

Die RVR-Förster kontrollierten den ganz Tag über regelmäßig die Brandstelle. Am Abend rückt die Feuerwehr noch einmal mit einer Wärmebildkamera an, um eventuelle versteckte Glutnester aufzuspüren.

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