Halterner Gastronomen wollen öffnen, warten aber auf konkrete Auflagen

hzCorona-Lockerungen

Ab Montag können die Gastronomen in Haltern wieder öffnen. Viel mehr ist noch nicht klar. Man wolle so viel verantwortbare Normalität wie möglich, sagt Hoga-Vorsitzender Christian Zehren.

Haltern

, 07.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die NRW-Landesregierung am Mittwoch bekannt gegeben hat, dürfen ab Montag (11. Mai) gastronomische Betriebe wieder Gäste bewirten - sofern im Innen- und/oder Außenbereich die Einhaltung des Abstandsgebots möglich ist. Ein Hygienekonzept müsse vorliegen, Selbstbedienungsangebote seien nicht zulässig, heißt es vom Land. Bars, Clubs und Diskotheken bleiben weiter geschlossen.

Doch genaue Vorgaben, wie die Abstandsregelungen umgesetzt werden, lagen am Donnerstagvormittag noch nicht vor. „Wir wissen, dass wir wieder öffnen können“, sagte Christian Zehren, Halterner Gastronom und Hoga-Vorsitzender am Donnerstag auf Anfrage, „aber noch nicht, wie“. Er warte auf verbindliche Vorgaben. „Ich denke, alle sind froh, dass sie wieder aufmachen dürfen.“ Natürlich wisse man, dass es nicht so laufen werde wie vor dem Lockdown. „Gesellschaftsräume zum Beispiel kann man ja absehbar nicht für große Gruppen öffnen, aber der Platz steht möglicherweise zur Verfügung, um Tische in größerem Abstand aufzustellen.

Reservierungen unter Vorbehalt

Zehren selbst nimmt in seinen Betrieben bereits wieder Reservierungen entgegen, „mit dem Zusatz, dass wir vorher noch einmal telefonisch Kontakt zu den Gästen aufnehmen, wenn die Bedingungen klarer sind“.

Für viele Gastronomen waren die vergangenen Wochen ein Kampf um die Existenz. Die Stadt Recklinghausen überlegt zurzeit, Gastronomie und Einzelhandel in diesem Jahr komplett von den Sondernutzungsgebühren für das Aufstellen von Tischen, Stühlen oder Waren vor den Ladenlokalen zu befreien. Gastronomen sollen zudem die Möglichkeit bekommen, ihre Außenflächen zu vergrößern – sofern Nachbarn zustimmen und Rettungswege freibleiben.

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Christian Zehren würde solche Pläne natürlich auch in Haltern begrüßen. „Es wäre wünschenswert, wenn Gespräche mit der Stadt über eine Erweiterung der Außenfläche stattfänden“, so der Gastronom. Zu einem Gebührenerlass sage er natürlich auch nicht nein. „Jede Ersparnis ist für uns hilfreich.“

Gebührenerlass war schon auf der Agenda

Stadtsprecher Georg Bockey kann diesbezüglich noch keine frohen Nachrichten verkünden. „Das Thema Gebühren stand bereits auf der Agenda, nun müssen wir sehen, wie wir damit umgehen.“ Aktuell läge noch keine Entscheidung vor.

In 2019 hat die Stadt Haltern 28.000 Euro an Sondernutzungsgebühren aus der Gastronomie erhalten. Bei der Erweiterung der Außenflächen war seine Aussage klarer: „Zumindest rund um den Markt besteht wenig Möglichkeit, die Bestuhlung auseinanderzuziehen.“ Benachbarte Flächen könnten nicht einfach besetzt, Rettungs- und Zufahrtswege müssten freigehalten werden.

Christian Zehren will, sobald ein genaues Konzept vorliegt, ein Statement der Halterner Gastronomen veröffentlichen. „Das wird auch ein Appell an die Gäste, sich an die Regeln zu halten.“ Es sei wichtig, dass alle zusammen hielten. „Wir wollen so viel verantwortbare Normalität wie möglich.“

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