Stadtsparkasse Haltern erwirbt Immobilie in der Seestadt zu 100 Prozent

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Die Stadtsparkasse Haltern hat eingekauft. Zwar steht auch sie unter Kostendruck. Von den Entwicklungen in vielen anderen Sparkassen blieb das Halterner Institut aber bislang verschont.

Haltern

, 03.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angesichts des hohen Kostendrucks sowie anhaltender Niedrig- und Negativzinsen sind die Geldinstitute zunehmend gefordert. Viele Sparkassen sind bereits fusioniert. Auch die Stadtsparkasse Haltern am See hofft auf bessere Zeiten. Auf Einkaufstour ging das Bankhaus nun aber trotzdem.

Die Stadtsparkasse hat das Gebäude am Schüttenwall 1, in dem sie auch eine Geschäftsstelle betreibt, jetzt komplett erworben. Vorstandsvorsitzender Helmut Kanter bestätigte dies auf Anfrage. Der Teil, in dem die Filiale untergebracht sei, habe dem Geldinstitut bereits gehört. Als kürzlich der Eigentümer der beiden darüber liegenden Wohnungen diese habe veräußern wollen, sei die Sparkasse erneut aktiv geworden. „Gebäude und Grundstück befinden sich nun vollständig im Besitz der Stadtsparkasse Haltern am See“, erklärte Kanter.

Die beiden jeweils 100 Quadratmeter großen Wohnungen sollten auch weiterhin vermietet werden, hieß es.

„Es geht uns gut“

Spekulationen über mögliche Fusionen mit anderen Geldhäusern oder Sparkassen erteilte der Halterner Sparkassenchef eine Absage. „Es gibt keine Überlegungen zu möglichen Fusionen“, sagte Kanter.

Natürlich sei die Halterner Stadtsparkasse im deutschlandweiten Vergleich eher eine der kleineren Sparkassen. Dennoch sei eine Fusion nicht erforderlich. „Betriebswirtschaftlich betrachtet geht es uns gut“, erläuterte Helmut Kanter. Auch in den kommenden Jahren könne die Stadtsparkasse wie bisher betrieben werden.

Nach „Finanz Informatik“ keine weitere Kooperation geplant

„Wir sind bestimmt nicht glücklich über die aktuelle Zinslage“, räumte der Vorstandsvorsitzende ein. „Man hofft, das zu überstehen und dass es besser wird.“ Die mittelfristigen Planungen der Stadtsparkasse Haltern beziehen sich dabei auf einen Zeitraum von fünf Jahren.

Mit dem gemeinsamen Informationstechnik-Dienstleister „Finanz Informatik“, dem sich alle 379 Sparkassen und weitere Landesbanken angeschlossen hätten, seien allerdings bereits erhebliche Einsparungen möglich gewesen, meinte Kanter. Weitere Kooperationen sind demnach nicht geplant.

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Das Bankhaus betreibt derzeit drei Geschäftsstellen. Neben der Geschäftsstelle am Schüttenwall befindet sich die Hauptstelle an der Koeppstraße, ein Selbstbedienungs-Center an der Rekumer Straße und eine Filiale in Sythen. In der ersten Jahreshälfte 2016 bereits waren die Filialen in Hamm-Bossendorf, Lippramsdorf, Flaesheim und Hullern geschlossen worden.

Die Zahl der Sparkasseninstitute schrumpft

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Sparkassen deutlich gesunken. 2000 waren es noch 562, Ende 2018 dann nur noch 385. Aktuell sind es 379. Rund 80 Prozent der Erträge der Sparkassen stammen aus dem Geschäft mit Krediten und Einlagen. Die Geldinstitute müssen immer häufiger Vorgaben der Regulierung umsetzen. Beispielsweise sind für die Digitalisierung der Bankgeschäfte sehr hohe Investitionen erforderlich.

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