Halterner Lennart Dammer will ein Jahr lang im 11.000 Kilometer entfernten Tansania helfen

Freiwilliges Soziales Jahr

Schon seine Tante hat in Tansania geholfen, ein Krankenhaus aufzubauen. Nun will auch Lennart Dammer aus Haltern in das 11.000 Kilometer entfernte Land, um zur Entwicklung beizutragen.

Haltern

07.08.2019 / Lesedauer: 3 min
Halterner Lennart Dammer will ein Jahr lang im 11.000 Kilometer entfernten Tansania helfen

Für Lennart Dammer aus Haltern geht es am 15. August nach Tansania. Dort wird er sich über das Bistum Münster als Freiwilliger in Iringa engagieren. © Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Mehr als 11.000 Kilometer liegen ab dem 15. August zwischen dem alten und dem neuen Zuhause von Lennart Dammer. Denn der 18-Jährige macht sich aus Haltern am See auf den Weg nach Tansania, genauer in ein Hilfsprojekt in Iringa. Dort wird er ein Jahr als Freiwilliger des Bistums Münster die Lehrer an der St.-Dominic-School unterstützen. Vor allem auf den Sportunterricht freut sich Dammer. „Ich spiele gern Fußball, gehe ab und zu ins Fitnessstudio und bin Rettungsschwimmer“, verrät er.

Schon lange hegte der Halterner den Wunsch, nach dem Abitur eine neue Kultur, ein neues Land und eine neue Sprache kennenzulernen. Immer wieder begegnete ihm das ostafrikanische Tansania. „Meine Tante ist Krankenschwester und hat in Tansania geholfen, ein Krankenhaus aufzubauen. Außerdem haben an unserem Gymnasium zwei ehemalige Freiwillige für das Bistumsprojekt in Iringa Werbung gemacht“, berichtet er.

Einlassen auf eine neue Sprache

So bewarb er sich für das Jahr im Ausland, erhielt eine Zusage und prompt auch den Zuschlag für das Projekt in Iringa. „Seit 2002 engagieren sich junge Menschen über das Bistum dort. Es ist sehr vielseitig“, hat er während der Vorbereitung durch weitere Ehemalige erfahren. „Wir unterstützen nicht nur die Lehrer, sondern helfen bei der Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung im Waisenhaus“, konkretisiert er seine künftigen Aufgaben. Und auch auf die neue Sprache hat er sich bereits ein wenig eingelassen.

„Wir hatten einen zweitägigen Sprachkurs mit den Ehemaligen Rita und Nils. Sie haben uns die Kiswahili näher gebracht“, sagt Dammer und fügt hinzu: „Man kommt gut in die Sprache hinein, aber sie hat eine komplett andere Struktur.“ Der 18-Jährige findet es wichtig, schon mal ein wenig Kiswahili sprechen zu können. „Das signalisiert den Menschen, dass ich bereit bin, mich auf sie und ihre Kultur einzulassen“, ist er überzeugt.

Halterner arbeitet mir drei weiteren Freiwilligen zusammen

Insgesamt fühlt er sich gut auf das Jahr vorbereitet. „Ich habe mich immer super betreut gefühlt und viel über den Freiwilligendienst erfahren. Durch die Seminare habe ich auch einen neuen Blick auf mich erhalten“, sagt er über die Vorbereitung. Ein Höhepunkt sei der Aussendegottesdienst mit den anderen Freiwilligen und Familien gewesen. „Wir haben ein Holzkreuz geschenkt bekommen. Das wird mich auf jeden Fall begleiten.“ Zudem wird er gemeinsam mit drei weiteren Freiwilligen in den Projekten zusammenarbeiten.

Vermissen wird er besonders seine Freundin, aber natürlich auch die Familie und gute Freunde. Doch es gibt einen Lichtblick: „Meine Familie wird mich mit meiner Freundin in Tansania besuchen“, freut er sich. Bis dahin müssen ein Stofftier und viele Fotos auf dem Handy über diese Zeit hinwegtrösten.

Wer Lennart Dammer in Iringa folgen will, kann dies unter der folgenden Adresse im Internet tun: https://welcometoiringa.wordpress.com

Lesen Sie jetzt
Halterner Zeitung Abitur

25 Halterner Abiturienten verraten, was sie nach ihrem Abschluss vorhaben

Geht es direkt ins Studium oder in eine Ausbildung oder wird erst einmal um die Welt gereist? Wir haben 25 Abiturienten und Abiturientinnen aus Haltern am See befragt.

Lesen Sie jetzt