Walter Otto demonstriert, wie schwierig es sein kann, die Melkstiege bei schlechtem Wetter mit einem Rollator zu passieren. © Antje Bücker
Melkstiege

Halterner Pättken zwischen Stadt und Altenheim: Rutschpartie möglich

Walter Otto ärgert sich über den Zustand der Melkstiege zwischen Schüttenwall und Gartenstraße. Hier komme man weder mit dem Fahrrad noch mit einem Rollator unfallfrei durch.

Die Melkstiege verbindet den Schüttenwall und die Gartenstraße miteinander. Sie ist ein beliebtes Pättken, um vom Altenheim St. Sixtus oder vom Krankenhaus in die Stadt zu kommen oder umgekehrt. Der Halterner Walter Otto ärgert sich, dass der Weg in so einem schlechten Zustand ist. „Besonders im Herbst, wenn die Blätter von den Bäumen fallen und Nässe den Untergrund aufweicht, wird die Melkstiege zur Rutschpartie für Rollatoren“, gibt der 81-Jährige zu bedenken. Selbst benötigt er zwar keine Gehhilfe und kommt zu Fuß auf dem „Pättken“ noch gut zurecht, aber „das kann sich in meinem Alter ja schnell ändern“.

Für Bewohner des Altenwohnheimes sei es zudem schwierig, die Strecke zu passieren, weil die Sträucher und Hecken der angrenzenden Gärten den Weg zuwucherten.

Fördermittel des Landes für Ausbau der Melkstiege

Die Stadtverwaltung fühlt sich zunächst einmal nicht zuständig. Die Hecken und das Gehölze stehen auf Privatgrund, sodass die Stadt den Weg nicht einfach freischneiden kann. Das Ordnungsamt war gerade vor Ort und hat dabei festgestellt, dass bei einem Grundstück Überwuchs besteht und hat die Eigentümer darauf hingewiesen, heißt es aus dem Rathaus.

Langfristig wird die Melkstiege professionell ausgebaut. Dafür brachte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach kürzlich Fördergelder des Landes nach Haltern. Die Arbeiten sind für 2023 vorgesehen.

Haltern erhielt vom Land Nordrhein-Westfalen Fördermittel in Höhe von 209.000 Euro für den barrierefreien Umbau der Innenstadtstraße und die Umgestaltung der Melkstiege. Diese soll als öffentliche Wegeachse qualifiziert und in das Fuß- und Radwegenetz der Stadt eingebunden werden. Verbesserung von Oberfläche, Verbreiterung des Weges und neue Beleuchtung sind geplant.

Beides sind Projekte im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek). Insgesamt kosten sie 299.000 Euro.

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