Halterner Senioren machen sich für die Fahrradsaison fit

Tolle Tipps

Im Alten Rathaus drehte sich für rund 100 Senioren alles um das Fahrrad. Beim Seniorencafé waren interessante Tipps zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr und zur Radpflege zu erfahren.

Haltern

, 23.04.2019, 15:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Halterner Senioren machen sich für die Fahrradsaison fit

Auf Einladung des Seniorenbeirats drehte sich beim Seniorencafé alles ums Fahrrad. © Ingrid Wielens

Zum Start in die Fahrradsaion haben sich rund 100 Senioren in Haltern Tipps vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) geben lassen. Unter dem Motto „Radfahren 60+“ hatte Martin Kühl-Lukas von der ADFC-Ortsgruppe Castrop-Rauxel beim Seniorencafé im Alten Rathaus unter anderem Ratschläge hinsichtlich der Fahrradpflege und des richtigen Verhaltens im Straßenverkehr parat. Der Seniorenbeirat hatte die Veranstaltung organisiert. Die wichtigsten ADFC-Tipps haben wir an dieser Stelle zusammengefasst:


Der große Fahrrad-Check - so pflegen Sie Ihr Fahrrad

  • Reinigung: Rahmen, Gabel und Felgenflanken mit Spülmittel oder auch speziellem Fahrradreiniger putzen. Nach möglichen Rissen, Verformungen - auch am Lenker und an der Sattelstütze - suchen. Verdächtige Stellen vom Fachmann kontrollieren lassen.
  • Schraubverbindungen: Prüfen, ob alle Schraubverbindungen festsitzen. Alle Schrauben nachziehen - aber nicht zu stark.

Halterner Senioren machen sich für die Fahrradsaison fit

Mit ein paar Tropfen Öl sollte die Kette gepflegt werden. © Christoph Walter/dpa

  • Kette: Grober Schmutz auf der Kette kann mit einem Tuch beseitigt werden. Kette mit Kettenöl oder Kettenfließfett innen an den Laschen behandeln. Kurbel drehen, damit sich das Öl verteilt. Überschüssiges Öl abwischen.

Halterner Senioren machen sich für die Fahrradsaison fit

Vor dem Start in die Fahrradsaison sollten Sie auch das Licht checken. © obs/ADAC/Mathis Beutel

  • Beleuchtung: Stecker des Lichtkabels an den Leuchten und am Dynamo sollten festsitzen. Die vorn, hinten, an den Pedalen und in den Speichen vorgeschriebenen Reflektoren sollten sauber sein. Speichenreflektoren sind nicht erforderlich, wenn die Reifen einen Reflexstreifen haben.
  • Reifen: Den Luftdruck des Reifens prüfen. Mindest- und Maximaldruck sind meistens auf der Reifenflanke angegeben. Reifen mit zu niederigem Luftdruck fahren sich schwerer und gehen schneller kaputt. Sind Risse, Scherben, Dornen oder Fremdkörper im Reifen zu erkennen? Hat der Reifen noch genügend Profil?
  • Laufräder: Sind die Speichen locker oder gerissen? So finden Sie es heraus: Drücken sie benachbarte Spreichen mit Daumen und Zeigefinger zusammen. Ungleichmäßige Speichenspannungen haben auf Dauer weitere Defekte zur Folge. Das Laufrad quer zur Laufrichtigung hin- und herbewegen - wenn es ruckelt, hat die Narbe Spiel. Dann muss das Lager eingestellt werden.

Halterner Senioren machen sich für die Fahrradsaison fit

Sitzen alle Schrauben fest und sind die Bremsklötze noch in Schuss? © dpa

  • Bremsen: Wenn die Querrillen an den Bremsklötzen nicht mehr deutlich zu erkennen sind oder sich eine Kante eingebremst hat, müssen die Klötze erneuert werden. Die Bremsarme sollten sich leicht bewegen lassen, die Seilzüge leicht in der Hülle laufen. Ist dies nicht der Fall, müssen die Seilzüge geölt und die Bremssockel gefettet werden. Bei hydraulischen Bremsen muss bei maximaler Handkraft noch mindestens ein Finger zwischen Bremshebel und Griff passen - sonst ist die Bremse zu entlüften.
  • Schaltung: Seilzüge und Außenhüllen sollten keine Knicke oder Beschädigungen aufweisen. Schalt- oder Drehgriffe müssen sich leicht betätigen lassen. Ansonsten benötigen die Seilzüge Öl oder müssen ausgetauscht werden. Auch die Kette sollte sauber über die Ritzel laufen.

Diese Verkehrsschilder sollten Radler kennen

Wer am Straßenverkehr teilnimmt, sollte selbstverständlich alle Verkehrsschilder kennen. Die folgenden Schilder sind für Radler aber besonders interessant:

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Dies ist das Verkehrszeichen für einen benutzungspflichtigen Radweg. © dpa

Radweg: Hier wird ein Radweg angezeigt. Radfahrer müssen ihn benutzen. Es ist nicht erlaubt, mit den Autos auf der Fahrbahn zu fahren.

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Dieses Zeichen kennzeichnet den getrennten Geh- und Radweg. © privat

Getrennter Geh- und Radweg: Rad- und Gehweg liegen nebeneinander. Radfahrer müssen auf dem Radweg fahren (Fahrbahnverbot). Sie dürfen nicht auf den Gehweg ausweichen, auch nicht, wenn sie überholen.

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Dieses Zeichen kennzeichnet den gemeinsamen Geh- und Radweg. © privat

Gemeinsamer Geh- und Radweg: Radfahrer müssen auf dem Radweg fahren. Sie müssen sich den Weg mit den Fußgängern teilen. Deshalb: Rücksicht auf die Fußgänger nehmen und klingeln, damit man durchfahren kann.

Das gilt am Zebrastreifen: Radfahrer haben auf dem Zebrastreifen nur Vorrang, wenn sie absteigen und das Fahrrad schieben. Dann gelten sie als Fußgänger und haben entsprechende Rechte.

Muss ein Auto wegen eines fahrenden Radfahrers auf dem Fußgängerüberweg abbremsen oder halten, riskiert der Radfahrer ein Bußgeld für eine vermeidbare Behinderung. Kommt es zu einem Unfall, trägt der Radfahrer eine Mitschuld.

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