Um mit dem Paddelboot auf dem Stausee fahren zu dürfen, brauchen Wassersportfreunde einen Erlaubnisschein in Form einer Bootsmarke. © Foto: Daniel Winkelkotte
Wassersport

Halterner Stausee: Erlaubnisscheine für Boote sind weiter limitiert

In Kürze beginnt für viele Wassersportfreunde am Halterner Stausee die Saison. Doch Segler und Paddler sollten sich rechtzeitig um einen Erlaubnisschein kümmern. Die Marken sind begrenzt.

Die sogenannte Gemeingebrauchsverordnung für die Talsperre Haltern regelt, welche Wassersport-Aktivitäten auf dem Stausee möglich sind. Die Verordnung setzt aber auch Grenzen. Kürzlich informierte die Gelsenwasser AG darüber, dass die Verordnung in Abstimmung mit der Bezirksregierung Münster und der Stadt Haltern am See aktualisiert wurde.

In Paragraph 4 der Verordnung ist auch geregelt, wie viele Erlaubnisscheine, die sogenannten Bootsmarken, für Wassersportaktivitäten ausgestellt werden. Denn: Wasserfahrzeuge bedürfen „einer besonderen jederzeit widerruflichen Zulassung, die entweder als Jahreserlaubnisschein, als Wochenerlaubnisschein oder als übertragbarer Jahreserlaubnisschein erteilt wird“, wie es in der Verordnung heißt. Die Regelung dient dazu, eine Übernutzung der Talsperre durch Wasserfahrzeuge zu verhindern.

Übertragbare Bootsmarken nur für Segelclubs und Bootshäuser

Insgesamt sind auf dem Halterner See 1370 Wasserfahrzeuge zugelassen, 330 Segelboote und 1040 Ruder-, Paddel-, Schlauch- und Tretboote. „Erlaubnisscheine werden von dem Bürgermeister der Stadt Haltern am See im Auftrag der Bezirksregierung Münster ausgegeben, die übertragbaren Jahreserlaubnisscheine für Segelboote im Einvernehmen mit der Gelsenwasser AG“, heißt es in der Verordnung weiter.

Die übertragbaren Bootsmarken dürfen nur an Segelclubs und Bootshäuser ausgegeben werden. Die Segelclubs und Bootshäuser können diese an andere Bootseigentümer vergeben. Hierüber haben sie ein Verzeichnis zu führen, aus dem Empfänger und Besitzzeiten ersichtlich sind.

600 Unterstellmöglichkeiten für Paddelboote und Kajaks

Das Bootshaus Strandallee in der Stadtmühlenbucht am Nordufer des Stausees bietet beispielsweise rund 600 Unterstellmöglichkeiten für Paddelboote und Kajaks sowie Landliegeplätze für Segeljollen und Ruderboote. „Im vergangenen Jahr haben wir 300 Saisonmarken zur Verfügung gestellt bekommen. In diesem Jahr werden es letztlich hoffentlich ähnlich viele werden“, sagt Benno Schrief, Geschäftsführer der zuständigen Bootshausgesellschaft Strandallee.

Saisonmarken für je 16 Euro (Paddelerlaubnis) seien am Kiosk der Kombüse erhältlich. Dort würden aber auch übertragbare Marken hinterlegt. „Wenn keine Saisonmarke gebraucht wird, gibt es Tageskarten für eine Gebühr von fünf Euro“, erklärt Benno Schrief. Ab Freitag (26. März) sind die Bootshäuser wieder geöffnet. „Die Nachfrage für Saisonmarken ist gerade zu Beginn erfahrungsgemäß sehr groß, aber ich hoffe, dass wir den vorhandenen Bedarf ausreichend abgedeckt kriegen.“ Übrigens: Auch im Bürgerbüro der Stadt sind Erlaubnisscheine für Segler und Paddler erhältlich. Mehr Infos unter: www.haltern.de.

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Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte

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