Halterner Suppenküche im Josefshaus ist ab 21. Juli wieder geöffnet

Coronavirus

Nach rund viermonatiger Schließung aufgrund der Corona-Pandemie öffnet die Caritas ab dem 21. Juli wieder die Suppenküche im Josefshaus am Richthof in Haltern, allerdings in veränderter Form.

Haltern

, 10.07.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Suppenküche im Josefshaus feiert am 21. Juli ihre Wiedereröffnung. Von links: Ulla Heitkamp, Andrea Neuhaus und Christel Grewing vom Sprecherteam.

Die Suppenküche im Josefshaus feiert am 21. Juli ihre Wiedereröffnung. Von links: Ulla Heitkamp, Andrea Neuhaus und Christel Grewing vom Sprecherteam. © Winkelkotte

Die Folgen der Corona-Pandemie treffen einige Menschen besonders hart. In Haltern musste der Caritasverband beispielsweise zuletzt sein Angebot der Suppenküche im Josefshaus einstellen. Dort gab es seit Mitte März keine Essenausgabe mehr. Das soll sich nun wieder ändern.

„Wir haben ein umfangreiches Hygieneschutzkonzept erarbeitet und werden die Suppenküche ab dem 21. Juli wieder öffnen“, freut sich Christel Grewing vom Sprecherteam der Suppenküche. Künftig wird das Angebot allerdings nur noch einmal wöchentlich, immer dienstags, stattfinden. Und aufgrund der Beschränkungen durch die NRW-Coronaschutzverordnung müssen einige Regeln und Auflagen beachtet werden.

Nur unter Einhaltung der Abstandsregeln

Der Einlass ins Josefshaus ist künftig ab 12 Uhr möglich. Die Ausgabe der Mahlzeiten ist für jeweils 12:30 Uhr geplant. „Das Betreten der Räumlichkeiten wird nur unter Einhaltung der Abstandsregeln und nach erfolgter Desinfektion der Hände gestattet“, nennt Christel Grewing nur ein Beispiel für die künftigen Auflagen aufgrund des Hygieneschutzkonzepts. „Die Plätze werden von uns zugewiesen“, erklärt sie. Die Tische im rund 100 Quadratmeter großen Saal des Josefshaus wurden neu angeordnet, um einen Mindestabstand gewährleisten zu können. Es liegen Bögen aus, wo die Besucher ihre Kontaktdaten notieren müssen.

Maximal 20 Personen können das Angebot künftig nutzen. „Die Umsetzung der Auflagen wird ein Kraftakt für unsere Helferteams, aber wir gehen das mit großer Vorfreude an. Vor allem freut es uns, dass wir durch die Wiedereröffnung der Suppenküche für die Menschen wieder einen Ort der Begegnung schaffen können“, so David Schütz, Ehrenamtskoordinator beim Caritasverband Datteln und Haltern.

Seit 2013 im Josefshaus

Im April 2000 wurde die „Suppenküche Haltern am See“ ins Leben gerufen. Am ersten Tag kamen keine Gäste, mittlerweile hat sich der Personenkreis zwischen 20 und 30 eingependelt. Heute wird das Team geleitet von Christel Grewing, Andrea Neuhaus und Ulla Heitkamp sowie als hauptamtlichen Begleiter David Schütz.

Seit dem 1. Februar 2013 ist die Suppenküche im Josefshaus zu Hause und lädt dort zum gemeinsamen Mittagessen ein. Zur Suppenküche kommen Menschen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen. Die Ausgaben für das Essen werden vor allem durch Spenden aller Art gedeckt.

Viele Bürger verwechseln auch heute noch die Suppenküche mit der Halterner Tafel. Anders als bei der Tafel müssen die Gäste in der Suppenküche keinen Einkommensnachweis erbringen. Viele ehrenamtlich Tätige arbeiten in mehreren Teams in der Suppenküche.

Lesen Sie jetzt