Die Halterner Tafel erhält Unterstützung vom Land

hzCorona-Pandemie

Auch die Halterner Tafel hat mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Jetzt sagt das Land NRW willkommene Unterstützung zu.

Haltern

, 16.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mitte März musste die Halterner Tafel ihre Lebensmittelausgabe wegen der Corona-Pandemie vorübergehend schließen. Am 5. Mai ging es mit einem geänderten Sicherheitskonzept wieder los. Jetzt sagt das Land NRW den Tafeln Unterstützung in schwierigen Zeiten zu.

Gerade jetzt sei die ehrenamtliche Arbeit der Tafeln besonders wichtig, betont NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Deshalb stellt sein Ministerium ein Notfallpaket von 900.000 Euro für die rund 170 Tafeln in NRW zur Verfügung. Auch die Halterner Tafel kann 5000 Euro aus dem Paket beantragen.

in Haltern gilt ein Schutzkonzept

Die Tafeln können mit den Landesmitteln beispielsweise Plexiglastrennwände, Masken, Desinfektionsmittel, Verpackungsmaterial für Lebensmittel oder die Kosten für den zusätzlichen Organisationsaufwand (etwa für Bringedienste) finanzieren.

Der erste Vorsitzende der Halterner Tafel, Andreas Hetfeld, freut sich über die Hilfe. In Haltern gilt bei Tafelbetrieb seit dem 5. Mai ein aufwändiges Schutzkonzept: Die Kunden wurden in Gruppen eingeteilt, die jeweils nur an bestimmten Ausgabetagen Zutritt haben, um Menschenansammlungen auf der Recklinghäuser Straße zu vermeiden. Der Zutritt ist nur mit Mund-Nasen-Schutz gestattet. Je Haushalt erhält nur eine Person Zutritt zur Tafel. Kinder unter 14 Jahren müssen draußen warten.

„Diese Regeln haben sich bewährt und funktionieren auch reibungslos“, sagt Andreas Heitfeld. „Wir sehen deshalb keine Veranlassung, daran jetzt etwas zu ändern, zumal die Infektionszahlen zurzeit wieder steigen“. Aber die Umsetzung bedeutet einen Mehraufwand für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter, deshalb sind die Mittel aus dem Notfallpaket des Landes in Haltern sehr willkommen.

Keine signifikanten Änderungen der Kundenzahlen

Vielerorts verzeichneten die Tafeln seit Beginn der Corona-Krise einen deutlichen Zulauf an Kunden, da viele Menschen durch Kurzarbeit oder den Wegfall ihrer Jobs in wirtschaftliche Not kamen.

„Diese Entwicklung, die viele andere Tafeln festgestellt haben, können wir für Haltern nicht bestätigen“, sagt Andreas Heitfeld. „Wir betreuen weiterhin 270 Haushalte mit rund 650 bis 700 Personen. Eine signifikante Veränderung hat es in Haltern nicht gegeben.“

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