Halterns altes Gefängnis macht Platz für ein modernes Wohnhaus

Goldstraße Haltern

Das alte Haus in der Goldstraße liegt am Boden. Das ehemalige Gefängnis, Museum und Steueramt im Schatten des Alten Rathauses weicht einem neuen Wohnprojekt.

Haltern

, 14.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei Häuser in der Halterner Goldstraße wurden dem Erdboden gleichgemacht, hier entsteht nun das Projekt Altstadt-Wohnen.

Drei Häuser in der Goldstraße wurden dem Erdboden gleichgemacht, hier entsteht nun das Projekt Altstadt-Wohnen. © Pascal Albert

Das 1905 gebaute Haus in der Goldstraße zwischen dem Alten Rathaus und den Ratsstuben stand schon lange leer, im vergangenen Jahr hat die Stadt es an einen privaten Investor verkauft. Dieses Haus hat eine interessante Geschichte, zuletzt aber wohnten hier die Ratten.

Einst befand sich hier Halterns Polizeistation samt vier Gefängniszellen. Im Keller saßen beispielsweise Wegelagerer und Diebe ein oder Halterner, die schwarz geschlachtet hatten. Einmal beschwerten sich Gefangene über „unglaubliche Zustände“.

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Die Gefangenen wurden zwar gut verpflegt, aber es war dunkel und kalt im Keller. Nach dem Auszug der Polizei in den 50er-Jahren richtete die Verwaltung ihr Steuerbüro im Erdgeschoss des Hauses ein, ab dem 5. August 1965 im ersten Stock auch das Stadtmuseum. Repräsentativ war das nicht. Jetzt entsteht in der Goldstraße ein Wohnprojekt, das voraussichtlich im Herbst 2021 fertig sein wird.

Drei Häuser in der Halterner Goldstraße wurden dem Erdboden gleichgemacht, hier entsteht nun das Projekt Altstadt-Wohnen.

© Pascal Albert

Ein privater Investor hat neben dem alten Gefängnis auch zwei benachbarte alte Häuser gekauft und baut auf den Grundstücken zwei Häuser mit zwölf Wohnungen. Optisch wirkt der Komplex so, als wären es drei Häuser. Das entspricht einer Auflage des Bauamtes, denn die alten Strukturen sollten wieder abgebildet werden. Die Mietwohnungen von gehobenem Standard haben eine Größe von 45 bis 124 Quadratmeter (Penthouse). Mitte Juni ist Baubeginn.

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