Werben für die Pfarreirats- und Kirchenvorstandswahlen im November: Heiner Kemper, Dagmar Hoffmann und Pfarrer Michael Ostholthoff. © Schrief
Pfarreirat/Kirchenvorstand

Halterns Katholiken wählen, weil „die Kirche nicht egal ist“

Am 6./7. November haben Halterns Katholiken die Wahl: Sie stimmen über Pfarreirat und Kirchenvorstand ab. Ein großes Thema wird für die Gremien der neue Campus in St. Laurentius sein.

Heiner Kemper aus Hullern ist seit Jahren im Kirchenvorstand: Erst in seiner Heimatgemeinde St. Andreas, nach der Fusion 2011 in der großen Pfarrei St. Sixtus. „Diese ehrenamtliche Arbeit liegt mir sehr am Herzen“, sagt er. Im Team mit anderen Kirchenvorstandsmitgliedern unterschiedlicher Berufsfelder komme es bei den vielfältigen Aufgaben zu innovativen Lösungen. „Das ist für mich eine geistige Bereicherung.“ Alle drei Jahre wird die Hälfte dieses Gremiums neu gewählt, im November müssen acht Sitze neu besetzt werden.

„Die Liste ist noch nicht geschlossen“, ermuntert Pfarrer Michael Ostholthoff zum Mittun. Der Kirchenvorstand ist ein wichtiges Gremium, es kümmert sich um kirchliche Einrichtungen, um Finanzen, Liegenschaften und Kindergärten beispielsweise.

Der Pfarreirat setzt gute Gemeindeprojekte in Gang

Nicht weniger verantwortungsvoll ist die Mitarbeit im Pfarreirat, dem übergeordneten Gremium der Gemeindeausschüsse. „Ich kann nur Mut machen, zu kandidieren. Der Pfarreirat setzt gute und wichtige Projekte in Gang“, sagt Dagmar Hoffmann. 18 Sitze hat dieses Gremium, die ersten neun werden mit Kandidaten aus den Ortsteilen besetzt, die nächsten mit den Kandidaten, die die meisten Stimmen gesammelt haben.

Ist das Arbeitspensum in diesen Gremien zu bewältigen? „Ich finde schon“, erklärt Dagmar Hoffmann aus eigener Erfahrung. Die Aufgaben würden je nach Interessen der einzelnen Mitglieder auf mehrere Schultern verteilt. Genauso geschieht es im Kirchenvorstand. „Beiden Gremien eilt der Ruf voraus, als übergeordnete Schaltstellen zu weit von der Lebenswirklichkeit in den Gemeinden entfernt zu sein“, Pfarrer Michael Ostholthoff zerstreut diese Ansichten nur zu gern.

„Ich kann nur Mut machen, sich durch aktive Mitarbeit einzubringen und Projekte in Gang zu setzen. Eine große Aufgabe nach der Wahl sei die Gestaltung des Campus St. Laurentius, wo Altenheim, Caritas und Gemeinde unter einem Dach vereint sein werden. In Kürze wird die Machbarkeitsstudie erörtert, im nächsten Jahr werde viel in Bewegung gesetzt, ist Pfarrer Ostholthoff sicher. „Wichtig ist, dass wir in St. Laurentius die Dynamik nicht verlieren, gleichzeitig aber auch die Gemeinde nicht aus dem Blick verlieren.“

Wahlberechtigt ab 14 beziehungsweise 18 Jahren

Die Wahlen für beide Gremien finden am 6./7. November unter dem Motto „Weil uns die Kirche nicht egal ist“ statt. Gemeindemitglieder, die sich noch aufstellen lassen möchten, können sich bis zum 25. September im Pastoralbüro oder bei den Seelsorgern melden. Es wird direkte Wahlen geben, unter anderem zwei Wochen vorher in kirchlichen Einrichtungen und am Wahlwochenende in den Kirchen jeweils nach den Sonntagsgottesdiensten. Das aktive Wahlrecht für Pfarreiräte haben bereits 14-Jährige, bei Kirchenvorständen gilt das Wahlalter ab 18 Jahren. Weitere Infos: www.st-sixtus.de

Mitarbeit ist willkommen

Der Kirchenvorstand ist das vermögensverwaltende Organ der katholischen Kirchengemeinde. Sitzungen finden überwiegend monatlich statt, darüber hinaus tagen Fachausschüsse, die je nach Interesse der Mitglieder besetzt sind. Wer Freude an Verwaltungsaufgaben in der Kirche hat, ist hier genau richtig.

Der Pfarreirat übernimmt Verantwortung für die Kirche vor Ort, nimmt die Zukunft in den Blick und sucht nach immer neuen Wegen, Gemeinde für Kirche zu begeistern. Freude an Herausforderungen und Durchhaltevermögen sind die perfekte Voraussetzung für ein Mittun.

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Elisabeth Schrief

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