2016 fand zum ersten Mal die Aktion "Heimat shoppen" statt. Dafür warben (v.l.): Christoph Kleinefeld (Kinderhaus Kleinfeld und Geschäftsführer der Werbegemeinschaft), Jennifer Grube (Fotostudio Augenblick), Horst Bilkenroth (Bilkenroth - Schenken und genießen), Angelika Schmäing (Reisebüro Haltern) und Josef Löbbing (Stadtagentur). © Benjamin Glöckner
Werbegemeinschaft Haltern

Halterns Kaufleute werben mit „Heimat shoppen“ für den Einkauf vor Ort

An zwei Tagen machen Halterns Kaufleute mit der Aktion „Heimat shoppen“ auf sich aufmerksam. Was sich dahinter verbirgt, erklärt Christoph Kleinefeld von der Werbegemeinschaft.

Die heimischen Geschäften haben eine zentrale Bedeutung für die Attraktivität der Halterner Innenstadt. Jetzt erinnern die lokalen Unternehmer mit Aktionstagen daran: Der Handel und mit ihm viele Dienstleister und Gastronomen Halterns treten wie andere Städte in der Region unter der Dachmarke „Heimat shoppen“ auf. Wir sprachen darüber mit Christoph Kleinefeld, Geschäftsführer der Werbegemeinschaft Haltern am See.

Wie lange liegt eine Teilnahme Halterns an der Aktion „Heimat shoppen“ zurück?

Unsere letzte Teilnahme bei der Aktion „Heimat shoppen“ war im Jahr 2016. Damals haben wir zeitgleich den StadtGutschein eingeführt. So etwas Großes und Erfolgreiches lässt sich nicht wiederholen. In den Folgejahren war der Termin „Heimat shoppen“ immer mit unserem Heimatfest kollidiert, so dass wir uns zurück gehalten haben. Dieses Jahr ist bekanntlich alles anders und auch kein Heimatfest. Kurzentschlossen haben wir unsere Teilnahme nachgemeldet.

Was ist am 11. und 12. September in Haltern geplant?

An die rund 40 beteiligten Unternehmen aus Haltern am See haben wir das Informationsmaterial, samt Plakat, Flyer und Luftballons verteilt. Auf Facebook werden zeitgleich einige Statements und Videos auf „Haltern am See. Tut gut!“ erscheinen, diese flankieren die beiden Aktionstage.

Wie argumentiert der Halterner Handel gegenüber den Kunden, vor Ort einzukaufen?

Die Auswirkungen durch Corona verfälschen aktuell doch sehr eine Analyse des Kaufverhaltens. Und das ist momentan in den verschiedenen Branchen sehr unterschiedlich.

Umso wichtiger ist es, dem Verbraucher die Augen zu öffnen, denn generell gilt, dass jeder mit der Wahl seiner Einkaufsstätte auch über die Zukunft anderer Einkaufsstätten und damit vielleicht über die eigene Innenstadt entscheidet. Wir bieten ja nicht nur Ware zum Verkauf an. In der Summe sind wir Einzelhändler einer der größten Arbeitgeber vor Ort und unterstützen damit die Familieneinkommen.

Hält der Handel den Wirtschaftskreislauf in Haltern in Gang?

Wir sind Gewerbesteuerzahler, Geld- und Sachspender für Vereine und soziale Einrichtungen. Wir sind auch ein bisschen Stadtreinigung und ganz sicher Stadtbildpfleger. Viele Händler sind Auftraggeber für hiesige Handwerksbetriebe. Wir halten tatsächlich den Wirtschaftskreislauf in Haltern am See in Gang.

Wo liegt der große Vorzug des stationären Handels?

Wer online kauft, muss wissen, dass Gewinne dieser Unternehmen vielfach in Steuerparadiesen oder mindestens in Niedrigsteuerländern wie Luxemburg und Irland versickern. Kein Online-Riese zahlt in unsere Stadtkasse ein oder gibt eine Spende für einen Kindergarten oder eine Grundschule. Auch bringen sie nicht einen Arbeitsplatz vor Ort – und wenn, dann im Niedriglohnsektor. Es gibt also gute Gründe vor Ort seine Einkäufe zu tätigen

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Silvia Wiethoff

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