Die Schänke Theke mit dem Fass haben es auf ein Album Cover geschafft, was Wirt Günter Hildebrandt sehr rührte. © Jürgen Wolter
Besondere Freundschaft

Halterns Kultwirt von musikalischer Geste gerührt: „Kaum in Worte zu fassen“

In dem Titelsong seines aktuellen Albums thematisiert ein Musiker die Stammkneipe in seinem Heimatort Haltern. Der Wirt kennt den Sänger bereits seit Kindheitstagen – unterstützte ihn früh.

Als es vergangenes Jahr um die Existenz ihrer „Schänke“ ging, war der leider erkrankte Wirt Günter Hildebrandt froh, einen alten Freund an seiner Seite zu haben: Damit die Kultkneipe allen Widrigkeiten zum trotz nicht dichtmachen musste, bekamen er und seine Frau Sylvia Unterstützung von Marian Kuprat. „Der Marian war für uns immer so etwas wie ein Ziehsohn“, sagt Günter Hildebrandt.

Jetzt hat Marian Kuprat mit „Die letzte Bar der Stadt“ sein drittes Album veröffentlicht – ein mit persönlichen Anekdoten und Geschichten vollgepackter Tonträger. Mit dem gleichnamigen Titelsong thematisiert der 30-Jährige den Ort, der ihm besonders am Herzen liegt: seine Stammkneipe, die Schänke in Haltern, die auch das Album-Cover ziert.

Auf dem Album zu seinem neuen Song „Die letzte Bar der Stadt“ ist die Schänke abgebildet. © Marian Kuprat © Marian Kuprat

Erste Konzerte des Musikers waren in der Kultkneipe

Marian Kuprat ist in Haltern groß geworden, ging hier zur Musikschule und gründete seine ersten Bands. „Für eines meiner ersten Konzerte überhaupt durfte ich damals in der Schänke auftreten“, erinnert sich der 30-Jährige, der seit 2013 unter seinem richtigen Namen auf Tour geht.

Mittlerweile wohnt der Musiker in Essen, versucht aber so oft es geht, nach Haltern zurückzukommen und dann auch der Schänke einen Besuch abzustatten. „Wir sind über die Jahre sehr gute Freunde geworden“, sagt Marian Kuprat über Günter und Sylvia Hildebrandt.

Teils nächtelang führte er mit dem Wirt intensive Gespräche. „Das Verhältnis ist sehr eng“, so der Musiker. Entstanden war der Song bereits vor vier Jahren, als die Stammkneipe in seinem Heimatort geschlossen werden sollte. Doch Proteste konnten dies verhindern – der Soundtrack geriet erst mal in Vergessenheit. Bis er es jetzt auf das neue Album schaffte.

„Rockmusik auf Deutsch ist nicht immer leicht“

„Was es für mich bedeutet, dass der Marian mit dem Album unsere Kneipe ehrt, ist kaum in Worte zu fassen“, sagt Günter Hildebrandt, der seinen Freund ebenfalls mit einem Kupferstich an einer der Wände in der Kultkneipe verewigt hat.

Marian Kuprat (2.v.r.) ist mit einem Kupferstich an der Wand der Schänke verewigt.
Marian Kuprat (2.v.r.) ist mit einem Kupferstich an der Wand der Schänke verewigt. © Privat © Privat

Veröffentlicht wurde das Album sowohl digital als auch physisch am 18. Juni – der Wirt bekam vor Veröffentlichung bereits eine Version zum Reinhören. Bevor Günter Hildebrandt den Titel aber in seiner Rock-Kneipe abspielen durfte, musste er sich gedulden. „Marian hatte mich gebeten, das Album erst zu spielen, wenn es veröffentlicht ist. Da hat es ganz schön in den Fingern gekribbelt“, erzählt der Wirt mit einem Lachen.

Die Musik seines Freundes überzeugte ihn sofort. „Rockmusik auf Deutsch ist nicht immer leicht und Marian macht das gut“, so der Halterner Kultwirt.

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Ist passionierter und aktiver Sportler aus dem schönen Bergischen Land und seit 2011, ursprünglich wegen des Studiums, im Ruhrgebiet unterwegs. Liebt die Kommunikation mit Menschen im Allgemeinen und das Aufschreiben ihrer Geschichten im Speziellen.
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