Hat Halterner Masern verbreitet?

Gesundheitsamt des Kreises warnt vor «zweiter Welle» von Erkrankungen

30.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Haltern Das Kreisgesundheitsamt bittet alle Patienten, die am 16. oder 18. Mai die internistische Praxis von Dr. Risse aufgesucht haben, umgehend ihren Hausarzt zu kontaktieren, wenn sie an masern-typischen Symptomen erkranken. Denn: An beiden Tagen befand sich ein an Masern erkrankter Erwachsener in der Praxis. Im Wartezimmer hatte er Kontakt zu 75 weiteren Patienten. «Von diesen konnten zwei Drittel telefonisch informiert werden», erklärt die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Ulrike Horacek. Das verbleibende Drittel soll auf diesem Wege über die mögliche eigene Infektion und Ansteckungsgefahr für die Umgebung aufgeklärt werden. Dr. Ulrike Horacek: «Wegen des späten Bekanntwerdens und des zeitlichen Verlaufes wird es zwar nicht mehr möglich sein, die ungeschützten Praxisbesucher vor einer eigenen Infektion zu schützen. Es gibt jedoch noch die Chance, eine zweite Welle von Erkrankungen und damit eine Weiterverbreitung zu verhindern.» Die Inkubationszeit endet am 2. Juni. Wenn sich jemand, der möglicherweise Kontakt zu dem Erkrankten hatte, nicht sicher ist, ob ein ausreichender Schutz gegen die Infektionskrankheit vorliegt, sollte er seinen Hausarzt aufsuchen. Nur sicher durchgemachte Masern oder eine zweifache Impfung schützen vor der Erkrankung und Weiterverbreitung. Auch bei engen oder besonders gefährdeten Kontaktpersonen sollte überprüft werden, ob ausreichender Schutz besteht, gegebenenfalls Impfungen erfolgen, rät Dr. Horacek.

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