„Hauptsache Anprangern ohne Rücksicht!“: Reaktionen auf Peta-Klage in Haltern

Redakteurin
Ein Hirsch aus dem Naturwildpark Granat in Haltern am See.
Gegen den Naturwildpark Granat wurden schwere Vorwürfe von der Tierschutzorganisation Peta erhoben. © Naturwildpark Granat
Lesezeit

Die Tierschutzorganisation „Peta“ hat schwere Vorwürfe gegen den Naturwildpark Granat erhoben. Es würden Tiere vernachlässigt. So gäbe es in dem Park ein Mufflon, das unter sogenannten Schnabelhufen leide und deswegen kaum noch laufen könne. „Peta“ wirft dem Park vor, dass schon seit vielen Monaten Tiere leiden.

In den sozialen Medien haben viele Nutzerinnen und Nutzer kein Verständnis für die Anschuldigungen der Tierschutzorganisation. Die Userin Kristina Brummet kommentiert unter unserem Artikel: „Ich besuche mehrmals im Jahr den Wildpark Granat und konnte bisher keine eklatanten Tierschutzverletzungen beobachten.

Muffels neigen auf falschen Böden zur Moderhinke, dann knien sie beim Fressen, bzw. entlasten abwechselnd eines der betroffenen Hinterbeine. Beides habe ich bisher nicht dort gesehen. […]“

„Ohne Rücksicht auf den Ruf der Tierhalter“

Auch der Nutzer Peter Wiethoff kann die Anschuldigungen nicht nachvollziehen. Kleinere Verletzungen seien bei Tieren ganz normal, in freier Wildbahn, aber eben auch in Gefangenschaft: „Da zeigt sich wieder, wie schäbig Peta agiert. Denen ist egal, ob es Landwirte trifft oder Menschen, die Tiere naturnah schützen. Hauptsache: Anprangern! Ohne Rücksicht auf den Ruf der Tierhalter. Ein Tier in der Natur kann auch mal krank werden oder sich verletzen. Gerade auf diesem riesigen Areal wird das schon mal vorkommen. Und wenn der Betreiber des Parks das mitbekommt, wird er sich schon darum kümmern.“

Die Mehrheit der Kommentatoren geht davon aus, dass die Klage von Peta keinen Erfolg haben wird. So schreibt die Userin Käthe Koch: „Das Gute ist ja, wenn alles in Ordnung ist, dann passiert ja nichts weiter.“ Auch die Nutzerin Simone Gläßer geht davon aus, dass es am Ende keine Grundlage für die Anzeige gibt: „Peta ist doch eh in keinster Weise eine seriöse Organisation und ansatzweise ernst zu nehmen. Also worüber sich aufregen. Im Zweifel kommt das Veterinäramt als Gutachter und winkt durch.“

Tierschutzorganisation reagiere oft über

Auf die Tierschutzorganisation Peta sind viele Nutzerinnen und Nutzer nicht gut zu sprechen. So erinnert der Kommentator Flemming Budde an die Vorwürfe der Peta gegen den Spieleentwickler Nintendo: „Die Peta hat auch Nintendo angeklagt, weil Pokémon Tierquälerei fördern soll. Viel Erfolg an die Betreiber der Granat!“

Es gibt aber auch Stimmen, die Peta bespringen. Stefanie Rühl kommentiert: „Wir waren am Montag dort, das Mufflon mit den verwachsenen Hufen haben wir gesehen, armes Tier. Und es sind definitiv zu viele unkastrierte Männchen unterwegs, die Weibchen dieser Art sind im Dauerstress. Das ist aber das Einzige, was uns Negativ auffiel.“ Sie merkt aber auch an, dass es Tieren auf anderen Höfen deutlich schlechter gehe.

Das lesen andere

FC Schalke 04

Magazin