Heizkessel für Hauptschule angeliefert

Holzpellets

HALTERN Die Joseph-Hennewig-Hauptschule erhielt Montag eine neue Holzpellet-Heizungsanlage, sie ist 6,5 Tonnen schwer.

von Von Elke Rüdiger

, 13.07.2009, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heizkessel für Hauptschule angeliefert

Manfred Ernst (l.) und Michael Biallowons über den Plänen. Alle Maße müssen stimmen!

Das war ein hartes Stück Arbeit, bei dem es um Millimeter ging. Aber alles lief punktgenau ab, keine Schäden. Manfred Ernst (Heizung, Sanitär und Klima) war zufrieden. Um 14 Uhr platzierte sich der 60 Tonnen-Kran der Firma Mertmann auf dem Schulhof vor der für den Heizkessel geschlagenen Öffnung in der Kellerwand. 64 Meter hoch kann er seinen Arm ausfahren, mehr als 25 Meter waren nicht nötig. Wer auf dem Schulhofgelände den 4100 kg schweren, schwarz-glänzenden Holzpellet-Kessel begutachtete, zweifelte doch, ob der Koloss nicht zu groß für das Loch war. Wer da gemessen und gerechnet hatte, hatte Maßarbeit geleistet! Zwar hätte zeitweise kaum ein Blatt Papier dazwischen gepasst, aber um 17 Uhr war die 6,5 Tonnen-Anlage im Keller untergebracht. Die Öffnung im Mauerwerk konnte wieder geschlossen werden.

Die Joseph-Hennewig-Schule wird künftig mit Holzpellets beheizt. Damit, so Manfred Ernst, trage die Stadt sehr zur CO-2-Reduzierung bei. Die Holzpelletkesselanlage ersetzt die 27 Jahre alte Gasheizung. Brachte die alte Anlage eine Leistung von 400 kW, schaffen die Holzpellets 500 kW. Rund 250 000 Euro kostet die neue Anlage insgesamt. Auf Grundlage der jetzigen Energiekosten soll sich die neue Heizungstechnik in den nächsten 20 Jahren rechnen. Das Ingenieurbüro TGE (Markus Ernst) hat Einsparungen von 126 000 Euro kalkuliert. Neben langfristigen wirtschaftlichen Vorteilen stellte das Ingenieurbüro Ernst auch die ökologischen Vorteile eine Holzpelletanlage heraus: Insgesamt soll sich der Ausstoß von CO2 um 209 Tonnen jährlich gegenüber der Gasheizung verringern. 

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