„Hitzefrei“ zum Halterner Schulstart wäre ein Fiasko für die i-Männchen

In Haltern sollen die Temperaturen bis Freitag 31°C erreichen. Das kann für Schülerinnen und Schüler zu Belastung werden, doch Hitzefrei in der ersten Schulwoche sollte wohlüberlegt sein.
Die Temperaturen steigen nach Ferienende. Den Unterricht in der ersten Schulwoche durch "Hitzefrei" abzusagen, ist falsch, meint unser Autor. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Wasserflaschen stapeln sich im Redaktions-Kühlschrank. Fenster und Türen stehen offen und bilden einen Lüftungs-Kanal, der direkt an meinem Arbeitsplatz entlang führt. Hohe Temperaturen kann ich damit ab.

Dass Hitze trotzdem an der Produktivität nagt, sagt das Umweltbundesamt: Der thermische Komfort eines Arbeitnehmers bestimme seine Arbeitsfähigkeit. In Zeiten hoher Hitzebelastung nehmen Studien für Mitteleuropa Produktivitätsabnahmen der gesamten Volkswirtschaft um 3 bis 12 Prozent an.

Hitze trifft die Schulen

Was am Arbeitsplatz gilt, kann auch auf die Halterner Klassenzimmer übertragen werden. In der ersten Woche nach den Ferien heizen die Schulräume wieder besonders stark auf. Für die Restwoche sind Werte ab 30 Grad angekündigt. Aber wäre „Hitzefrei“ wirklich die beste Lösung, wenn die Schule gerade erst begonnen hat?

Solange die Gesundheit der Kinder nicht durch Extremwerte in Gefahr kommt: Nein. Der Schulstart hat gerade für die Erstklässler eine besondere Bedeutung. In der ersten Woche geht es nicht darum, so viel Schulstoff wie möglich zu büffeln, sondern ein Gefühl für das neue Umfeld zu erhalten.

Wenn es unerträglich wird, haben Grundschulen, wie der Marienschule, eine andere Lösung parat: Leichter Unterricht im Freien, rausgehen und sich in den Schatten setzen. Auch bei Hitze garantiert die Marienschule den Unterricht bis zur vierten Stunde. Das schont auch die Nerven der Eltern, die sich spontan freinehmen müssten.

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