Höhere Parkgebühren: Es geht nicht darum, die Bürger zu triezen

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Die Stadt ändert die Bewirtschaftung ihres Parkraumes, dazu gehört auch eine Gebührenerhöhung. Denn für gewisse Plätze muss sie künftig Steuern zahlen.
Die Stadt ändert die Bewirtschaftung ihres Parkraumes, dazu gehört auch eine Gebührenerhöhung. Denn für gewisse Plätze muss sie künftig Steuern zahlen. © Ilka Bärwald
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Wir fahren gern hin und wieder mit dem Auto in andere Städte, um uns einen schönen Tag zu gönnen und Neues zu entdecken. Selbstverständlich zahlen wir auswärts großzügig die Parkgebühren, die im Vergleich zu Haltern oft deutlich höher sind. Nur im Heimatort soll das Parken nichts kosten?

Andererseits: Die Bürger kämpfen derzeit ohnehin schon mit gestiegenen Kosten in vielen Lebensbereichen. Jetzt eine neue Hiobsbotschaft?

Stadt hat eine faire Lösung gefunden

Doch es liegt nicht an der Stadt, die ihren Säckel auf diese Weise füllen will. Die Verantwortung liegt beim Bund, der auf etlichen Plätzen Umsatzsteuern für die Parkeinnahmen verlangt. Diese Zusatz-Belastungen wiederum müssen umgelegt werden. Die Stadt hat eine faire Lösung gefunden, indem sie überall in der Innenstadt auf steuerpflichtigen wie auch auf nicht-steuerpflichtigen Parkplätzen gleichmäßig moderat die Preise anzieht. Bitterböse Kommentare, wie sie auf Facebook zu lesen sind, treffen in diesem Falle tatsächlich die falsche Adresse.

Wer die Parkplätze nutzt, zahlt die Mehrkosten. Wer das nicht will, setzt sich aufs Rad. Ein guter Beitrag zur Verkehrswende, weshalb die Grünen die Parkgebühren gern noch höher geschraubt hätten. Oder geht es am Ende vielleicht bei dem Ärger vielmehr um die hässlichen Knöllchen, über die sich Parkende aufregen? Denn wer die Zeit überschreitet, darf in Haltern am See nur mit einer geringen Toleranz rechnen.

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