Hundesteuer ist ein veraltetes Relikt, das abgeschafft werden sollte

Volontärin
Die Hündin Molli begleitet sein Besitzer in der Tasche zu einer Demonstration gegen die Hundesteuer. Auf dem Plakat, dass das Herrchen hält, steht „Reine Abzocke 100%“.
Die Hundesteuer kann von der Stadt willkürlich bestimmt werden. So kann es sein, dass die Hundesteuer in Köln teurer ist, als in Herne. © picture alliance/dpa
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Es ist wichtig, dass Hunde bei der Stadt registriert werden. Zum einen deshalb, weil man somit einen Überblick über die Anzahl der in der Stadt lebenden Hunde hat und diese begrenzt werden kann. Zum anderen liegen damit Informationen über die verschiedenen Rassen vor.

Wie hoch die Steuern sind und für welche Zwecke die Einnahmen eingesetzt werden, darf die Kommune willkürlich entscheiden. Deshalb wäre es auch schön, wenn das Geld für die Hunde in der Stadt ausgegeben werden würde. Denn gut organisierte Hundewiesen, Kotbeutelspender oder auch Entsorgungsmöglichkeiten bleiben häufig Mangelware.

Hundesteuer gibt es nicht überall

Abgesehen davon handelt es sich bei der Hundesteuer um ein veraltetes Relikt aus der Geschichte. Beispielsweise wurde die Steuer in Frankreich, Dänemark, Schweden und England bereits abgeschafft. Neben Deutschland werden nur noch in Österreich, Schweiz, Niederlande und Luxemburg Hundesteuern verlangt. So ist das Halten von Hunden mittlerweile zum Luxus-Hobby geworden. Neben Futter-, Pflege-, Tierarztkosten und Versicherungszahlungen muss eine Hundesteuer nicht auch noch sein.

Die Tierheime sind vielerorts überfüllt und strengere Kontrollen entschärfen die Situation nicht. Natürlich muss es dem Tier gut gehen und das Überleben gesichert sein. Aber was ändert die Hundesteuer daran? Außer, dass es womöglich zu einer hohen Dunkelziffer an Hunde-Steuersünder in der Stadt kommen kann?

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