Immer neue Bestimmungen: Markthändler und Friseure müssen kämpfen

Immer wieder neue Corona-Regeln: Im Kompetenzwirrwarr weiß man oft nicht mehr, was gerade gilt. Das kann unter Umständen Unternehmen in Existenznot bringen.
Wegen der Testpflicht haben viele Kunden ihren Friseurbesuch abgesagt. © Jürgen Wolter

Blumenhändler dürfen nicht mehr auf den Markt – so hieß es bisher. Jetzt dürfen sie doch wieder, weil ja Blumengeschäfte auch geöffnet haben. Am Freitag stehen sie wieder auf dem Halterner Markt. Nicht auf den Markt dürfen, heißt: nichts verkaufen, nichts verdienen. Und: Jede Planungssicherheit geht verloren. Die haben auch viele Friseure nicht mehr. Eigentlich waren sie froh, als sie wieder öffnen durften, und die Kunden auch: froh, dass die lange Mähne endlich runterkam.

Inzwischen gilt aber eine Testpflicht beim Friseurbesuch. Jetzt bleiben viele Kunden wieder weg, weil sie sich nicht testen lassen wollen oder auch, weil sie es nicht können, wenn keine Testmöglichkeit in der Nähe erreichbar ist. Dann geht man eben nicht zum Friseur, man trifft ja eh niemanden, da ist es auch egal, wie lang die Haare sind? Dem Friseur ist das nicht egal, denn jetzt verdient auch er nicht mehr, oder deutlich weniger. Das führt dazu, dass ein Friseurbetrieb in Lippramsdorf schon darüber nachdenkt, ob er überhaupt noch öffnen soll.

Geimpfte und Genesene brauchen inzwischen den Test nicht mehr – hoffentlich kommen dadurch auch wieder mehr Kunden zum Friseur. Wenn die Inzidenz weiter stabil unter 150 bleibt, könnte sogar möglicherweise der Einzelhandel am Montag wieder mit Termin öffnen – sofern nicht wieder neue Regeln aufgestellt werden.

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