Meinung

Impfdurchbrüche – Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben

Wir sehnen uns nach unserem alten Leben vor der Pandemie zurück. Doch das Coronavirus lässt nicht locker. Ein Kommentar zum aktuellen Umgang mit der Krise.
Brautkleider sind in einem Schaufenster eines Brautmoden-Geschäfts zu sehen. Im Vordergrund steht ein Schild, das auf die Maskenpflicht während der Corona-Pandemie verweist. © picture alliance/dpa

Die Leute heiraten wieder und haben Lust darauf, ihr Glück mit einer Hochzeitsgesellschaft zu teilen. Viele Feste, die wegen der Corona-Pandemie verschoben wurden, werden im nächsten Jahr nachgeholt. Endlich haben wir einen Teil unseres Lebens wieder zurück. Das stimmt hoffnungsfroh.

Allerdings zeigen uns die aktuellen Corona-Zahlen und -Nachrichten, dass es ein Zurück zur früheren Unbeschwertheit wohl nicht mehr geben wird. Die Corona-Zahlen in ganz Deutschland steigen wieder. In Haltern liegt die 7-Tages-Inzidenz zwar „nur“ bei 37, aber es haben sich 17 Halterner mit dem Coronavirus angesteckt, obwohl sie über einen vollständigen Impfschutz verfügten. Es kündigt sich an, was uns Wissenschaftler schon seit geraumer Zeit vorausgesagt haben: „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben.“

Die Impfungen bleiben dabei zentraler Bestandteil, denn sie bewahren uns laut Robert-Koch-Institut bei Erwachsenen je nach Altersgruppe zwischen 86 und 87 Prozent vor einer Infizierung. Kommt es dennoch zu einem Impfdurchbruch, ist der Krankheitsverlauf in der Regel mild. Es wäre gut, wenn noch mehr Menschen das Gemeinwohl über ihre individuelle Freiheit stellen und sich für eine Impfung entscheiden würden. In Nordrhein-Westfalen sind 64,3 Prozent der Bewohner vollständig geimpft. Das ist noch viel zu wenig, um dem Virus ernsthaft den Kampf anzusagen.

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