Die Impfstraßen in der Kantine des Chemieparks Marl sind betriebsbereit. © Michael Steyski
Corona-Impfung

Impfstraßen im Chemiepark und bei Gelsenwasser sind startbereit

Im Juni dürfen Betriebsärzte in das Impfgeschehen eingreifen und die Hausärzte entlasten. Die Unternehmen, wo auch viele Halterner arbeiten, stehen in den Startlöchern.

„Es fehlt nur noch der Impfstoff“, ist aus den Unternehmensstandorten von Evonik Industries in Marl und der Gelsenwasser AG in Gelsenkirchen zu hören. Der Chemiekonzern und der Energieversorger stehen in den Startlöchern, um die Mitarbeiter gegen das Coronavirus zu impfen. Dazu können auch viele Halterner gehören, denn beide Unternehmen sind wichtige Arbeitgeber in der Region.

Im Chemiepark Marl wurden bereits Impfstraßen in der Kantine aufgebaut, die zurzeit aufgrund der Abstandsregeln in der Corona-Pandemie ohnehin nicht genutzt werden kann. Ab 7. Juni sollen die Betriebsärzte in Deutschland in das Impfgeschehen eingreifen dürfen. „Wir stehen bereit“, sagt Unternehmenssprecherin Alexandra Boy.

Warten auf die Impfstofflieferungen

Rund 20 Mitarbeiter, Betriebsärzte und medizinisches Personal werden sich um die Impfungen kümmern. Sie werden von weiteren freiwilligen Helfern mit medizinischer Vorbildung unterstützt. Dabei handele es sich um Mitarbeiter und Angehörige, teilte Alexandra Boy mit. Pro Tag könnten in Marl 500 Personen geimpft werden, wenn genügend Impfstoff vorhanden ist.

Von der gelieferten Menge werde auch abhängen, ob bei der Impfung eine Priorisierung eingehalten wird oder nicht. Mitarbeiter mit einem höheren gesundheitlichen Risiko oder Beschäftigte in kritischer Infrastruktur könnten, so sie noch nicht anderweitig geimpft worden seien, Vorrang haben.

Am Verwaltungssitz der Gelsenwasser AG in Gelsenkirchen wird eine Impfstraße eingerichtet
Am Verwaltungssitz der Gelsenwasser AG in Gelsenkirchen wird eine Impfstraße eingerichtet. © picture-alliance/ dpa/dpaweb © picture-alliance/ dpa/dpaweb

„Wir richten ein möglichst niederschwelliges Angebot ein, um einen großen Anreiz für die Impfung zu setzen“, erklärte Alexandra Boy. Pflicht sei diese aber natürlich nicht. Schon jetzt zeigten aber zahlreiche Anfragen aus der Mitarbeiterschaft, dass das Interesse groß ist. Im Chemiepark Marl arbeiten 10.000 Mitarbeiter.

Auch Angehörige der Mitarbeiter sollen geimpft werden

Auch den Angehörigen der Mitarbeiter will Evonik ein Impfangebot machen. Wann das der Fall sein kann? Das hängt von der Impfstofflieferung ab. Die Familien der Mitarbeiter hat die Gelsenwasser AG ebenfalls in den Blick genommen. Zunächst aber sollen die Beschäftigen versorgt werden.

Für die 1700 Mitarbeiter werde in der Konzernzentrale Gelsenkirchen eine Impfstraße vorbereitet, teilte Unternehmenssprecherin Heidrun Becker mit. Es werde aber auch dezentrale Lösungen, wie über die geplante Impfstation im Werkssaal der Dortmunder Stadtwerke geben. „Wir nutzen alle Möglichkeiten, um den räumlich weit verteilten Mitarbeitern ein Impfangebot machen zu können“, sagte Heidrun Becker.

So sei Gelsenwasser auch in Kontakt mit den Initiatoren für eine weitere Impfaktion, die für Beschäftigte von Betrieben in Haltern geplant ist.

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Silvia Wiethoff

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