Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulen haben ebenso wie die Grundschulpädagogen häufigen und direkten Kontakt mit Schülern. Sie warten ungeduldig auf ihre Impfung. © Daniel Winkelkotte

Impfung von Lehrern weiterführender Schulen – Nachbarkreis ist flotter

In Köln konnten Lehrkräfte weiterführender Schulen kurzfristig einen Impftermin machen, im Kreis Recklinghausen geht das nicht. Aber jetzt gibt es ein großes Versprechen.

Lehrerinnen und Lehrer von weiterführenden Schulen wie Sandra Pruß aus Lippramsdorf möchten geimpft werden. Etliche Pädagogen unterzeichneten dazu eine Petition an den Landtag. In Köln konnten jetzt Beschäftigte weiterführender Schulen unverhofft einen Impftermin vereinbaren, auch im Kreis Borken wurden die Schulen angeschrieben. Im Kreis Recklinghausen dagegen werden die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen noch vertröstet.

„Bei uns stehen aktuell Menschen mit chronischen Vorerkrankungen auf der Liste“, erklärt Svenja Küchmeister, Sprecherin der Kreisverwaltung. Die Impfung dieser Gruppe, die schwerst oder tödlich an Corona erkranken könnten und sich seit langem in Selbstisolation befinden, habe in den nächsten drei bis vier Wochen absolute Priorität. Für die Priorisierungsgruppe 3 gebe es allenfalls Nachrückplätze, wenn Impfdosen übrig blieben.

Auf Nachfrage der Halterner Zeitung heißt es seitens des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales aus Düsseldorf: „Die Versorgung auch dieser Berufsgruppe ist uns besonders wichtig. Deshalb sollen Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen spätestens innerhalb der Priorisierungsgruppe 3 ein Impfangebot erhalten. Mit der Versorgung dieser Gruppe beginnen wir zeitnah.“ Man arbeite gerade mit Hochdruck an dem Übergang von der Priorisierungsgruppe 2 in die Gruppe 3.

Lehrer stehen im Kreis auf der „Reserveliste“

Außerdem habe das Ministerium einen weiteren Impferlass an die Kreise und kreisfreien Städte verschickt, der auch diese Berufsgruppe schon jetzt besonders berücksichtigt. Darin heißt es sinngemäß, dass gegebenenfalls überzählige Impfdosen, die nicht innerhalb der 2. Priorität verimpft werden, dann an Personen aus der Priorität 3 geimpft werden können. Hierbei sollen bevorzugt Personen berücksichtigt werden, die bei der Feuerwehr, der Polizei und an weiterführenden Schulen tätig sind.

Der Nachbarkreis Borken ist schneller als der Kreis Recklinghausen. Er hat bereits Schreiben an alle weiterführenden Schulen geschickt. Darin kündigt er an, Lehrkräften, Schulsozialarbeitern, Sekretariatsmitarbeitern und Hausmeistern so schnell wie möglich ein Impfangebot machen zu wollen. Dazu wurde jede Schule gebeten, für den Kreis eine Liste mit Impfwilligen zu erstellen. Zurück kamen ein Buchungscode und ein Termin im Impfzentrum. Die ersten Impfungen haben bereits stattgefunden.

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Elisabeth Schrief