Meinung

Impfzentrum länger offen: So kommt die Impfkampagne nicht ins Stolpern

Rund 1300 Menschen haben sich in der Laurentius-Kirche, dem Halterner Impfzentrum, impfen und boostern lassen. Der Service geht nun in die Verlängerung und das ist eine gute Entscheidung.
Die Laurentius-Kirche bleibt weiterhin als Impfzentrum geöffnet. © Blanka Thieme-Dietel

Haltern war nicht die erste Stadt im Kreis Recklinghausen, die ein Impfzentrum eröffnete. Aber sie erkannte schnell den Wert einer solchen Einrichtung, um möglichst zentral möglichst viele Impfwillige zu erreichen. Dass sie mit der Laurentius-Kirche einen prominenten und außergewöhnlichen Ort gefunden hat, ist der Unterstützung von Haupt- und Ehrenamtlichen aus der Sixtus-Pfarrei zu verdanken. „Impfen ist Nächstenliebe“, gab Pfarrer Michael Ostholthoff aus. Dieser Satz gefällt jenen, die sich nicht impfen lassen möchten, überhaupt nicht. Doch das ist ein anderes Thema.

Mit einer Schließung des Impfzentrums in Haltern würde ein niederschwelliges Impfangebot wegfallen. Deshalb hat die Stadt eine gute Entscheidung getroffen. Sichert das Zentrum doch auch gleichzeitig die Möglichkeit, mit Blick auf die Infektionszahlen innerhalb kurzer Zeit Impfkapazitäten wieder hochfahren zu können. Man erinnere sich an die Worte von Landrat Bodo Klimpel, der die eilige Schließung des Impfzentrums in Recklinghausen für einen großen Fehler hielt. In dieser Meinung wurde er schließlich auch bestätigt.

Ja, das Impftempo in Haltern wie überall hat sich inzwischen deutlich verlangsamt. Und ja: Die von Bund und Land finanzierten Impfzentren sind teuer. Aber die Verlängerung in Haltern ist ein Garant dafür, dass die Impfkampagne nicht ins Stolpern kommt und Hausärzte vor Überlastung bewahrt werden.

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