Junger Mann überquert Gleise in Haltern: ICE muss notbremsen

Bahnhof Haltern

Gegen 8 Uhr am Donnerstag (1. Oktober) überquerte ein Mann aus Marl die Gleisanlagen am Halterner Bahnhof. Der durchfahrende ICE konnte gerade noch rechtzeitig bremsen.

Haltern

02.10.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Bahnhof Haltern kam es am Donnerstag zu einem Beinahe-Unfall.

Am Bahnhof Haltern kam es am Donnerstag zu einem Beinahe-Unfall. © Ilka Bärwald

Am Donnerstag, 1. Oktober, soll gegen 8 Uhr morgens ein 22-jähriger Mann aus Marl seinen Weg durch die Gleisanlagen am Bahnhof in Haltern am See abgekürzt haben.

Wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte, wollte zu diesem Zeitpunkt der ICE 27950 den Bahnhof durchfahren und erkannte dabei die Person in den Gleisen. Daraufhin leitete der Triebfahrzeugführer bei einer Geschwindigkeit von circa 120 km/h eine Schnellbremsung ein, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet

Der Zug kam daraufhin rechtzeitig zum Stehen. Daraufhin informierte die Bahn die Bundespolizei. Einsatzkräfte überprüften den Mann aus Marl und klärten ihn über die Lebensgefahr auf, in welcher er sich freiwillig begeben hatte. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor ähnlichem Verhalten und gibt folgenden Hinweise:

Die Gefahren, die beim Betreten von Gleisanlagen und Bahnübergängen bestehen, werden aus bundespolizeilicher Erfahrung zumeist unterschätzt. Unfallursachen sind unter anderem unachtsames oder unsachgemäßes Verhalten auf Eisenbahnanlagen. Seien Sie stets achtsam, wenn Sie sich an Orten aufhalten, wo sich Züge bewegen. Denn Züge urchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in Bewegung geraten.

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