Kaminöfen im Trend – Der Hintergrund für diese Nachricht ist eine Tragödie

Kaminöfen sind derzeit gefragt wie nie. Diese Nachricht ist Teil eines Gesamtbildes, das uns Sorgen machen sollte. Die Diskussion um den Klimaschutz ist teilweise erstickt. Ein Kommentar.
Kaminofen
Öfen haben zurzeit Hochkonjunktur. © picture alliance / Piazzetta Dtl. GmbH/DEPI/dpa-tmn

Holzfeuerwärme liegt in Haltern schwer im Trend. Die Ursache für die Renaissance ist im russischen Angriffskrieg in der Ukraine zu suchen. Weil der Kreml neben Getreide auch Energie als Waffe benutzt, wird nach Lösungen gesucht, um sich unabhängig von russischem Öl und Gas zu machen.

Für den Klimaschutz wäre es besser, ganz auf fossile Energie zu verzichten. Aber bis zum nächsten Winter ist es nicht mehr lang, und wer will in seinem Bestandsbau schon mal eben den Estrich aufreißen, um beispielsweise ein Wärmepumpensystem zu installieren? Aus diesem Grund stand Schornsteinfegermeister Michael Wollbrink auch im Wohnzimmer der Autorin, um über die Möglichkeiten eines Pelletofens zu informieren.

Die Technik hat sich sehr entwickelt

Die Vorbereitungen für eine solche Feuerstätte wurden schon beim Hausbau vor 25 Jahren getroffen, aber aufgrund der Vorgaben im Emissionsschutzgesetz ist der Standort heute nicht mehr machbar. Das zeigt, wie sehr Technik und Verfahren im Sinne des Umweltschutzes vorangeschritten sind. Wer sich für einen modernen Ofen entscheidet, muss sich also nicht als Umweltfrevler fühlen.

Ein Trauerspiel ist es allerdings, dass nun die alten Kohlekraftwerke reaktiviert werden, wie gerade bei Evonik in Marl, und über die Rückkehr zur Atomkraft diskutiert wird. Der vom russischen Präsidenten Putin entfachte Krieg ist eine Tragödie für das ukrainische Volk und auch für die russischen Soldaten, die als Kanonenfutter missbraucht werden. Er stellt darüber hinaus den Supergau für den weltweiten Klimaschutz dar. Die junge Generation dieses Planeten wird unter den Spätfolgen zu leiden haben.

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