Das Motiv für Brot für die Welt, das die guten Botschafter in Haltern entworfen haben, ist jetzt für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. © Gute Botschafter
Nominierung

Kampagne der Guten Botschafter für Nachhaltigkeitspreis nominiert

Das Plakatmotiv kennt fast jeder in Deutschland. Jetzt hat eine Kampagne der Guten Botschafter aus Haltern die Chance, beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet zu werden.

Weniger als eine Handvoll Reis liegt in einer Tonschale. Darüber steht der markante Satz: „Weniger ist leer“. Dieses Plakatmotiv hat die Marketing- und Designagentur „Die Guten Botschafter“ aus Haltern für Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland, entworfen. Jetzt ist das Motiv von einer Jury für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design nominiert worden.

Die Kampagne startete bereits vor 15 Jahren. Brot für die Welt hält weiterhin an dem Motiv fest. Inzwischen ist es dadurch zu einem Klassiker und Markenzeichen der Arbeit der Hilfsorganisation geworden. Prägnanter und einprägsamer lässt sich der Hinweis auf den Hunger in der Welt und die Unterernährung breiter Bevölkerungsschichten sowie die ungerechte Verteilung von Nahrungsmitteln weltweit nicht formulieren.

Lange Zusammenarbeit mit Brot für die Welt

„Wir hatten bereits vorher mit Brot für die Welt zusammen gearbeitet“, sagt Wolfram Heidenreich, einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Guten Botschafter. „Die Idee hat sich letztlich wie im Ping-Pong-Spiel entwickelt. Auch für uns ist dieses Plakat inzwischen zu einem Wiedererkennungsmerkmal geworden.“

Wolfram Heidenreich ist einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Guten Botschafter.
Wolfram Heidenreich ist einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Guten Botschafter. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Design sucht und prämiert vorbildliche Beispiele nachhaltigen Designs, um die Akteure zu mehr nachhaltigem Engagement zu motivieren und Konsumenten bei der Produktauswahl Orientierung zu geben. Er wird in diesem Jahr in drei Kategorien vergeben: Ikonen, Vorreiter und Visionen. Die Kampagne der guten Botschafter zählt zur ersten

Kategorie. 26 Ikonen, 54 aktuelle Vorreiter und 24 Zukunftsvisionen konnten die hochkarätig besetzte Expertenjury überzeugen – sie sind die Finalisten des 1. Deutschen Nachhaltigkeitspreises Design und haben sich unter allen Nominierten durchgesetzt.

Träger des Preises ist die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. Unterstützt wird die Auszeichnung unter anderem durch die Bundesregierung, den Rat für Nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftsverbände, zivilgesellschaftliche Organisationen und Forschungseinrichtungen.

Preisverleihung kann online verfolgt werden

Die Preisverleihung am 3. Dezember 2020 war eigentlich als große Gala in Düsseldorf geplant. Wegen der Corona-Situation wird sie nun komplett digital stattfinden. Alle Finalisten werden via Zoom zugeschaltet. Begleitet wird das Ganze von einer Kommunikationskampagne in den Medien. Als TV-Partner sind 3sat und n-tv dabei.

Es wird ein eigenes DNP.TV eingerichtet. Reichweite und Resonanz dafür soll über ein 48seitiges Magazin #DNP13, das am 3. Dezember der FAZ Gesamtauflage beiliegt, erzeugt werden. Die Preisverleihung kann man am 3. Dezember von 19:30 – 22:30 Uhr auf www.dnp.tv im Live Stream in deutscher oder englischer Sprache verfolgen.

Am 1. Advent startete die aktuelle Sammlung von Brot für die Welt. Wegen der Gottesdienstbeschränkungen zu Weihnachten befürchten die Organisatoren große Einbrüche beim Spendenaufkommen. „Es würde uns sehr freuen, wenn die Preisverleihung und die Aufmerksamkeit für das Anliegen von Brot für die Welt dazu beiträgt, dass viele sich an der Weihnachtsspendenaktion beteiligen, auch wenn sie keinen Weihnachtsgottesdienst besuchen können“, sagt Wolfram Heidenreich.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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