Die „Möwe“ legt am Steg vor dem Hotel Seehof am Südufer des Sees an. © Pia Stenner
Tourismus

Kein Bett mehr frei – Aber Tourismusjahr in Haltern ist nicht zu retten

Die Übernachtungszahlen in Haltern sehen gerade nicht schlecht aus. Dennoch hat Corona aus 2021 für das Tourismusgeschäft in Haltern wieder ein Jahr zum Vergessen gemacht.

Betten sind in Haltern gerade heiß begehrt. Diese hoffnungsfrohe Nachricht über das Tourismusgeschäft in Haltern gab Andrea Böing von der Stadtagentur Haltern auf Anfrage bekannt. Besucher der Stadt finden demnach im Moment nur noch in der Woche einen Übernachtungsplatz. Wenn sie Glück haben. Ansonsten: Alles ausgebucht.

Das sind laut dem statistischem Landesamt IT NRW immerhin 867 Betten, die Gästen in Haltern zurzeit von 17 Betrieben angeboten werden. Dabei wurden in die Statistik alle Herbergen ab zehn Betten einschließlich Campingplätzen ab zehn Stellplätzen aufgenommen.

Das Coronavirus machte erneut einen Strich durch die Rechnung

Die erfreuliche Rückkehr der Besucher könne das insgesamt bescheidene Jahr für das Halterner Gastgewerbe nicht retten, machte Andrea Böing deutlich. Das Coronavirus habe die Entwicklung auch im zweiten Jahr gebremst und für eine schlechte Auslastung und Ertragslage gesorgt.

Man dürfe nicht vergessen, dass Übernachtungen bis zum Frühjahr so gut wie gar nicht möglich gewesen seien. „Wir rechnen insgesamt damit, dass die Gesamtzahlen 2021 ähnlich wie im Vorjahr ausfallen“, erklärte Andrea Böing. Das würde bedeuten, dass sie 30 bis 40 Prozent schlechter aussehen als im Vor-Coronajahr 2019. Schließlich neige sich die Saison bereits wieder ihrem Ende entgegen.

Bei den Gruppenreisen sei am ersten Septemberwochenende noch einmal ein Anstieg der Zahlen zu erwarten. Diese buchen eine Übernachtung in Haltern gerne in Verbindung mit einem besonderen Angebot wie Planwagenfahrt, Stadt- oder Heideführung. Insgesamt werde in den Herbstferien noch einmal ein Höhepunkt bei den Gästezahlen in Haltern erreicht. „Danach hört es auf. Es bleibt ein schwieriges Jahr“, so Andrea Böing.

Urlaubspläne wurden auf Eis gelegt

Viele seien jetzt noch einmal spontan unterwegs, denn aufgrund der Corona-Pandemie war es bekanntlich schwierig, in diesem Jahr Reisepläne zu machen. Das betraf vor allem auch Aufenthalte im Ausland. Haltern sei bei Familien sowie bei Radfahrern und Wanderern beliebt, teilte Andrea Böing mit.

Auf touristischen Plattformen im Netz werden beispielsweise der Halterner See, das Römermuseum, der Ketteler Hof und der Wildpark Granat als Ausflugsziele genannt. Allerdings scheinen diese Magneten die Gäste nicht langfristig an die Stadt binden zu können. Die durchschnittliche Dauer eines Besuches in Haltern dauert laut IT NRW nur 1,9 Tage. Nur 1,6 Gäste kommen aus dem Ausland.

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Redaktion Haltern
Jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen und hinter jeder Zahl steckt eine ganze Welt. Das macht den Journalismus für mich so spannend. Mein Alltag im Lokalen ist voller Begegnungen und manchmal Überraschungen. Gibt es etwas Schöneres?
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Silvia Wiethoff

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