Meinung

Wie gewinnt man Menschen für den Klimaschutz? Genau, mit Geld!

Die Menschen für den Klimaschutz zu begeistern, ist eine schwierige Aufgabe. Wer Geld in die Hand nimmt, kann die Menschen aber motivieren, meint unsere Kommentatorin.
Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit einem Protestplakat mit der Aufschrift «Rettet die Welt und denkt nicht nur ans Geld.»
Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit einem Protestplakat mit der Aufschrift «Rettet die Welt und denkt nicht nur ans Geld.» Wer das Klima schützen will, muss ihn vor allem billiger machen, findet unsere Kommentatorin. © picture alliance/dpa

Es herrscht große Einigkeit darüber, dass etwas für den Klimaschutz getan werden muss. Beim Einkaufen im Supermarkt zu teuren Bio-Produkten zu greifen oder beim neuen T-Shirt ein nachhaltiges Produkt zu kaufen, fällt vielen dann doch schwer. Das Problem ist oft keine Frage des Wollens, sondern eine Frage des Geldes.

Die Stadt Haltern am See macht es perfekt vor

Wenn die Politik will, dass Menschen klimafreundlich leben, dann muss sie finanzielle Anreize schaffen. Die Förderung der Stadt Haltern für neue und moderne Kühlgeräte ist ein perfektes Beispiel für so einen Anreiz. Alte Kühlschränke sind schließlich echte Klimasünder. Wer so einen aussortiert, bekommt 100 Euro für einen neuen Kühlschrank. Das Beispiel lässt sich in vielen Lebensbereichen umsetzen, wie bei alten Heizungen oder Dämmungen. Je unkomplizierter, desto besser.

Das kann aber nur der erste Schritt sein. Bahnfahren muss langfristig billiger werden, auch nach dem 9-Euro-Ticket. Biolebensmittel müssen auch für untere Einkommensschichten erschwinglich sein, ebenso wie die Anschaffung eines E-Autos. Das wird ohne eine Menge Geld vonseiten der Politik nicht gehen. Nehmen wir dieses Geld nicht in die Hand, riskieren wir, diesen Planeten zu zerstören und für Menschen unbewohnbar zu machen.

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