Der Silbersee II soll Ausstellungsort des Ruhr Ding 2021 werden. © Ingrid Wielens
Ruhr Ding 2021

Klima im Fokus: Der Silbersee II in Haltern wird Ausstellungsort

Schon 2020 sollte die Ausstellung „Ruhr Ding“ zum Thema „Klima“ in Haltern stattfinden. Das Coronavirus stoppte auch dieses Projekt. Jetzt wird für 2021 ein zweiter Anlauf unternommen.

Dort, wo sich im Sommer die Badegäste tummeln, soll in diesem Jahr moderne Kunst einziehen. Das jedenfalls planen die Ausstellungsmacher der Urbanen Künste Ruhr, die jährlich Kulturprojekte im Ruhrgebiet umsetzen.

Erstmals fand das Ruhr-Ding 2019 in den Städten des südlichen Ruhrgebiets statt: Essen, Oberhausen, Bochum und Dortmund waren Ausstellungsorte. Unter dem Thema „Territorien“ wurden 22 Kunstprojekte an unterschiedlichen Standorten im öffentlichen und halböffentlichen Raum realisiert.

Installationen am und im Silbersee

Jetzt plant Urbane Künste Ruhr vom 8. Mai bis zum 27. Juni 2021 eine aktualisierte und erweiterte Form des „Ruhr Ding: Klima“ zu zeigen. Die Ausstellungsmacher sind zuversichtlich, die städteübergreifende Ausstellung im öffentlichen Raum unter Einhaltung aller geltenden Schutzmaßnahmen präsentieren zu können. Mit dabei sind Gelsenkirchen, Recklinghausen, Herne und Haltern am See.

Unter der künstlerischen Leitung von Britta Peters entwickeln die beteiligten Künstlerinnen und Künstler 22 Neuproduktionen speziell für ihre Ausstellungsorte unter anderem am und im Silbersee II in Haltern am See. Dort sollte die Veranstaltung bereits 2020 stattfinden, musste Corona-bedingt aber ausfallen.

Die Arbeiten thematisieren ökologische und gesellschaftliche Aspekte des Themas Klima. Das Ausstellungsprojekt umfasst fantastische und futuristische Auseinandersetzungen mit der Nutzung endlicher Ressourcen, mit den Themen Vergänglichkeit und Wiederkehr oder der Beziehung vom Menschen zu seiner Umwelt.

Klima aus künstlerischer Sichtweise

Mit Installationen, Skulpturen, Videoarbeiten, Performances, künstlichen Landschaften und schwimmenden Pavillons lädt das „Ruhr Ding: Klima“ dazu ein, das Thema Klima aus einer künstlerischen Sichtweise und die Projektstandorte in einem neuen Licht zu betrachten. Die Auswahl der Orte reicht von der wenig bekannten stillgelegten Zeche General Blumenthal in Recklinghausen über eine ehemalige McDonald’s Filiale in der Herner Fußgängerzone, den Badebereich des Silbersees II in Haltern am See zu weiteren außergewöhnlichen Orten.

Urbane Künste Ruhr

Urbane Künste Ruhr ist eine dezentrale Institution für Gegenwartskunst im Ruhrgebiet. Sie initiiert Projekte im öffentlichen Raum, Ausstellungen, Residenz-Programme und Veranstaltungen, oft in Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Kooperationspartnern.

Neben Ruhrtriennale, Tanzlandschaft Ruhr und Chorwerk Ruhr ist Urbane Künste Ruhr ein Teil der Kultur Ruhr GmbH mit Sitz in Bochum, deren Gesellschafter und öffentliche Förderer das Land Nordrhein-Westfalen und der Regionalverband Ruhr sind.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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